Vase

    Frau Otte, kaputte Dinge sind oft nicht schön. Wie finden Sie die Idee, so eine Vase zu entwerfen?
    Für mich ist diese Vase ein Gegenstand, der für sich allein stehen kann, ohne Blumen. Sie wirkt exzentrisch und dekorativ. Eine Blume, die zerbrechlich aussieht, könnte den Effekt aber sicher unterstreichen. Vielleicht ein paar weiße, rosa geäderte Orchideen.
    Sind Vasen also genauso wichtig wie die Blumen darin?
    Es gibt zwei Arten von Vasen: Die einen unterstreichen die Schönheit der Blumen, die anderen sind schlicht, vollkommen transparent und lenken nicht von den Blumen ab.
    Dann reicht es, wenn man zwei Vasen hat?
    Nein, Vasen kann man nie genug haben, weil jede Blume eine andere Form braucht. Von geschwungen und bauchig über schmal und hoch bis sehr niedrig und klein. Ich besitze derzeit zwanzig Vasen, alle aus transparentem Glas, in verschiedenen Formen. Das werden aber sicher noch mehr werden. Birgit Otte, Designerin und Inhaberin von Birgit Otte Interior in München. Links: »Vase of Phases«, Design Dror Benshetrit für Rosenthal, um 90 Euro.

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