Mein Schaschlik

Ein richtig guter Schaschlikspieß muss saftig sein. In diesem Rezept wird daher auch nicht an Zwiebeln und Fett gespart.

Dieses Gericht ist nicht zu verwechseln mit einem Fleischspieß. Meines wird mit Leber, Nierchen, Wammerl, Speck, also mit viel Fett und auch mit viel Zwiebeln gemacht. Jeder Münchner Schaschlik-Liebhaber meiner Generation und älter denkt mit einem Seufzer an den Stand beim »Augustiner« in der Neuhauserstraße zurück - und genau wie das Schaschlik dort sollte meines auch sein. Vielleicht nehmen wir es da ein bisschen zu genau, aber gerade so kurz vor der Wiesn ist es wieder Zeit für ein echtes Schaschlik.

Mein Schaschlik (15 Spieße)
700 g Schweinenacken
300 g Schweinewammerl
200 g Schweineleber
200 g Schweinenieren,
200 g Speckscheiben
200 g grüner Speck
5 Metzgerzwiebeln
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl zum Anbraten
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
30 g Tomatenmark
20 g Honig
50 g Essig
80 g Currypulver
20 g Paprika edelsüß
10 g Paprika rosenscharf,
½ l Bouillon
Tabasco
Worcestersauce

Fleisch würfeln, Innereien und Speck in Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen und achteln. Dann aufspießen: Zwiebel, Fleisch, Speck, Niere, Speck, Leber und immer wieder Zwiebel, bis der Spieß voll ist und alle Zutaten mindestens ein-, zweimal auf einem Spieß verwendet wurden. Schaschlikspieße mit Salz und Pfeffer würzen und in einem Bräter in Öl von allen Seiten anbraten, anschließend herausnehmen und in einen anderen Bräter schichten. Restliche Zwiebeln in dem Bratenansatz mitdünsten, Knoblauch dazugeben und mit anschwitzen. Jetzt Tomatenmark und Honig zugeben, alles etwas anbraten lassen, mit dem Essig ablöschen. Curry- und Paprikapulver zugeben und alles leicht braten, anschließend mit der Brühe auffüllen, und das Ganze dann über die Spieße gießen. Zugedeckt im Backofen bei 180 Grad für 1 bis 1,5 Stunden schmoren lassen. Eventuell die Schaschlikspieße ab und an wenden. Sobald das Fleisch weich ist, Spieße herausnehmen und nach Bedarf mit Worcestersauce und Tabasco abschmecken. Mit einer röschen Semmel servieren.

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Foodfoto: Reinhard Hunger; Styling: Volker Hobl; Porträt: Frank Bauer