Mein erstes Lall

Es sind zweifelhafte Spirituosen im Spiel, und nicht selten endet das Ganze über der Schüssel: Prominente erzählen von ihrem ersten Rausch – beser gesagt von dem, was sie davon noch wissen.

    In Rod Stewarts Lied »The First Cut is the Deepest« geht es um die erste Liebe beziehungsweise die erste Trennung. Die ist die schlimmste, die vergisst man nicht mehr.

    Ähnlich ist es mit dem ersten Rausch. Abendelang können sich Freunde erzählen, wie sie an die Schnapsbar ihrer Eltern gingen und einen Cocktail aus vielen verschiedenen Flaschen mit bunten Getränken mixten. Curacao. Eierlikör. Campari. Southern Comfort. Fernet Branca. Tequila. Wie es weiterging, kann man sich denken.

    Oder die Party in den 70er Jahren, auf der es Persico gab. Ein süßes Getränk, genau richtig für Teenager, denen Wein und Bier noch nicht so richtig schmeckt. Persico gab es dann irgendwann gar nicht mehr, es hieß, das Zeug sei schädlich gewesen. Persico war ein Likör aus Obststeinen und Bittermandeln. Die Obststeine wurden mit Blausäure verarbeitet, und die war nicht gut für die Gesundheit. Aber das ist eine andere Geschichte.

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    Weil sie sich so fabelhaft erzählen lassen, haben wir Leute, von denen wir uns eine hübsche Anekdote über den ersten Rausch versprachen, darum gebeten, sie für uns aufzuschreiben. Und da man weiß, dass die besten Geschichten aus den schlimmsten Erinnerungen entstehen, lesen sie sich sehr schön. Es kommen vor: die Band Smokie, Racke Rauchzart, eine Abifete, die Rotweincreme von Dr. Oetker, ein Lagerfeuer und das so genannte fahrende Volk. Vielen Dank, Friedrich Ani, Bibiana Beglau, Michael Krüger, Jessica Durlacher und Eckhart von Hirschhausen.

    Anfang vom Ende

    Ähnlich unvergesslich wie die erste Liebe ist der erste Rausch. Fünf Autoren erinnern sich.

    Foto: ddp

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