Öl vom Baum des Lebens

Zwei Tage Arbeit und die Früchte von sechs bis acht Bäumen: Das steckt in einem Liter Arganöl – einem wunderbaren Grund für eine Reise nach Marokko.

So sehr Marrakesch fasziniert mit all den Farben, den Gerüchen, dem Lärm und dem Gewusel in den Souks, so anstrengend kann das alles sein. Und zwar nicht wegen der Farben, Gerüche, dem Lärm und so weiter, sondern weil sehr viele sehr geschäftstüchtige Händler ihre Waren an den Touristen bringen wollen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden – es gibt schließlich wirklich schöne Dinge in dieser Stadt zu kaufen, und viele Menschen reisen sogar extra hin, um sich dem Shoppingrausch hinzugeben. Man solle sich halt ganz entspannt aufs Handeln einlassen, heißt es dann oft. Doch selbst, wenn man im kunstvoll geführten Handelsgespräch bei mehreren Gläsern Tee mit dem Händler einen Preis für die Ware vereinbart hat, der beide Seiten zufrieden stellt, wird einem leider trotzdem gerne mal minderwertige Qualität untergejubelt. Auch das kann man in den meisten Fällen sportlich sehen, doch beim Arganöl hört der Spaß auf. Es wäre schade, dieses einzigartige Öl in gepanschter oder maschinell hergestellter Form zu erwerben. Letzteres ist nicht nur der Qualität abträglich, sondern auch ökologisch (für die empfindlichen Arganbäume) und ökonomisch (für die handpressenden Berberfamilien der Region) nicht wirklich vertretbar.
 Der Arganbaum ist einer der ältesten Bäume der Welt: Schon seit 80 Millionen Jahren soll er in Marokko wachsen, heute nur noch im Südwesten des Landes auf rund 8000 Quadratkilometern. Dieses Gebiet ist seit 1998 UNESCO-Biosphären-Reservat. Für die dort lebenden Berberstämme gilt der Arganbaum als "Baum des Lebens", sie nutzen sein Holz, seine Früchte, seine Blätter und das Öl seiner Früchte. Vor allem das Öl ist kostbar. Traditionell pressen es die Frauen der Region in Handarbeit aus den Arganmandeln. Zuerst entfernen sie das Fruchtfleisch von jedem einzelnen Kern. Die Kerne werden dann mit Steinschlägen von der harten Schale befreit und per Hand in einer Steinmühle gemahlen. Aus dem daraus entstehenden Brei löst sich nach und nach das Öl heraus. Für einen Liter Arganöl braucht es die Früchte von sechs bis acht Arganbäumen und zwei Tage Arbeit. Doch durch diese schonendste aller Pressmethoden bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und vor allem der volle Geschmack erhalten, weil weder schädlicher Pressdruck noch Wärme entstehen. 
 Handgepresstes Arganöl gilt als eines der gesündesten Öle überhaupt. In Marokko verwendet man es medizinisch und in der Küche. Für kulinarische Zwecke werden die Arganmandeln vor dem Pressen geröstet, deshalb schmeckt das Öl dann so schön samtig-nussig. Auch bei uns schätzen Köche und Naturkosmetik-Fans dieses Öl schon sehr. Arganöl ist also ein ideales Mitbringsel aus Marrakesch! Wenn es hochwertig ist. Wer auf Nummer sicher gehen will oder wem die mitgebrachten Vorräte ausgegangen sind, kann sich handgepresstes, biologisch zertifiziertes, nachhaltig produziertes und fair gehandeltes Arganöl aus Marokko zum Beispiel bei www.argandor.de bestellen.
 
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