Sind Sie im echten Leben Freunde?

Die Tatort-Kommissare Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt im Interview ohne Worte über kleine Laster, große Rollen und die kulinarischen Qualitäten der berühmten Tatort-Wurstbude.


    Geboren:
    5. Februar 1961 in Dortmund (Dietmar Bär) und 7. Februar 1960 in Hamm (Klaus J. Behrendt)
    Beruf: Schauspieler
    Ausbildung: Schauspielschule (Bär), Bergmechaniker (Behrendt)
    Status: Tünnes und Schäl

    Willy Millowitsch, Lukas Podolski, die Höhner, Ballauf und Schenk. Finden Sie den Fehler in dieser Aufzählung. Seit 1997 ermitteln die Tatort-Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk in über sechzig Folgen in Köln, aber in die Riege der Stadtheiligen sind die Schauspieler Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt nie vorgestoßen. Ihr Tatort ist mehr Deutschland-Krimi als Köln-Krimi, dabei wird die Heimatliebe doch gerade in dieser Sendung bis zur eigenen Persiflage gelebt. Im Köln-Tatort dagegen muss am Ende der Folge dringend noch die Wurstbude am Rheinufer mit dem Dom im Hintergrund besucht werden, damit man überhaupt merkt, wo das alles spielen soll. Als echte Kölsche Jungs dürften Bär und Behrendt nie freiwillig in Berlin leben (beide) oder Borussia Dortmund lieben (Bär). Wenn die beiden zu Dreharbeiten anreisen, spielen sie also nicht nur Kommissare, sondern auch Kölner. Ersteres besser als Letzteres. Während jüngere und neuere Tatort-Kommissare beim Lösen ihrer Fälle durch Humor (Münster, Weimar) oder psychische Störungen (Dortmund, Hamburg) auffallen, ermitteln Ballauf und Schenk auf die altbewährte Art: so lange Leute verhören, bis sich einer verplappert, sich einmal pro Folge anbrüllen, Beruf geht vor Privatleben. Sie losse d’r Dom in Kölle, sozusagen.

    Fotos: Heinz Augé

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