Alter, was geht?

Jede Menge, es muss nur zur richtigen Zeit passieren. Von Moonwalk bis Lendenschurz - die entscheidenden Jahre im Lebenslauf großer Menschen.

Mit 2 wird Stephen King von seinem Vater verlassen, einem Seemann der Handelsmarine. Er lässt eine Schachtel mit Science-Fiction-Taschenbüchern zurück (1949).

Mit 4 lernt Mick Jagger Keith Richards kennen (1947).

Mit 6 schreibt J. K. Rowling ihre erste Geschichte, über ein Kaninchen mit Masern (1971).

Mit 10 klettert Elvis Presley bei einem Jugendgesangswettbewerb auf einem Jahrmarkt in Tupelo, Mississippi, auf einen Stuhl und singt das Lied Old Shep. Er gewinnt den zweiten Preis: 5 Dollar und freien Eintritt zu allen Fahrgeschäften (1945).

Mit 11 erlebt Giacomo Casanova seinen ersten Orgasmus (1736).

Mit 13 spielt Bill Gates als Schüler an der Lakeside Privatschule in Seattle erstmals an Computern herum (1968).

Mit 16 montiert Wernher von Braun sechs Feuerwerksraketen auf einen Bollerwagen und feuert sie auf der Tiergartenallee in Berlin zwischen die Fußgänger (1928).

Mit 17 reicht Charles Schulz, der spätere Schöpfer der Peanuts, seine Cartoons für das Jahrbuch seiner Highschool ein. Sie werden abgelehnt (1940).

Mit 21 beginnt Johann Wolfgang von Goethe mit der Arbeit am Faust (1770), den er erst 61 Jahre später, kurz vor seinem Tod, vollendet.

Mit 24 zeigt Michael Jackson zum ersten Mal den Moonwalk auf der Bühne (1983). Ursprünglich erdacht wurde die Schritttechnik von dem Pantomimen Marcel Marceau.

Mit 26 spricht Jack Kerouac den Satz: »Das ist wirklich ’ne Beat Generation.« (1948)

Mit 27 verlässt die Schriftstellerin George Sand Mann und Kinder und kehrt nach Paris zurück, wo sie für den Figaro schreibt. Sie trägt nun Männerkleidung (1831).

Mit 29 hat Steve Martin graue Haare. Er trägt jetzt häufig einen weißen Anzug (1974).

Mit 31 erfindet Mary Quant den Minirock (1965).

Mit 34 bekommt Sigmund Freud von einem dankbaren Patienten eine Couch geschenkt (1890).

Mit 36 hört Mutter Teresa auf einer Zugfahrt nach Darjeeling die Stimme von Jesus. Es ist ihre erste Unterredung (6. September 1946).

Mit 38 erklärt Bob Dylan, er sei ein Wiedergeborener Christ (1979).

Mit 39 macht Ian Fleming mit der Frau eines Freundes auf Jamaika Urlaub. Während seines Aufenthalts erwirbt er eine Ausgabe des MacMillan-Ratgebers über die Vögel auf den Westindischen Inseln aus dem Jahr 1947. Verfasser ist der Ornithologe James Bond (1948).

Mit 40 erhält Josephine Baker eine Auszeichnung für ihr Engagement in der Résistance (1946).

Mit 44 kündigt Raymond Chandler seine Stelle als Leitender Angestellter in der Ölbranche und schreibt seine erste Detektivgeschichte (1933).

Mit 45 leistet Ernest Hemingway seinen Anteil bei der Befreiung der »Ritz Bar« in Paris, die seit 1940 von den Deutschen besetzt worden war (1944).

Mit 47 stopft sich Marlon Brando vor dem Vorsprechen für die Rolle des alten Gangsters Don Vito Corleone in Francis Ford Coppolas Der Pate Wattebäuschen in die Wangentaschen. (1971). Für die Rolle wird er seinen zweiten Oscar gewinnen.

Mit 49 ist Beethoven vollständig taub (1819).

Mit 51 beschließt Gandhi, nur noch einen Lendenschurz zu tragen (1921).

Mit 53 lässt sich Charles Darwin einen Bart wachsen (1862).

Mit 55 stirbt Emily Dickinson, nachdem sie fast 20 Jahre lang das Haus nicht verlassen hatte (1886).

Mit 64 stirbt Karl Marx völlig verarmt in London. Elf Personen nehmen an der Beerdigung teil (14. März 1883).

Mit 68 deutet Ronald Reagan an, es gäbe eine geheime Studie, die beweist, dass die Luftverschmutzung hauptsächlich durch Pflanzen und Bäume hervorgerufen wird (1979).

Mit 70 erhält Buster Keaton beim Filmfestival in Venedig 1965 fünf Minuten lang Standingovations.

Mit 83 stirbt Ahmet Ertegün, Gründer von Atlantic Records, an den Folgen eines Unfalls: Er war bei einem Konzert der Rolling Stones von der Bühne gefallen (2006).

Mit 90 wird Frank Lloyd Wright gebeten, ein Opernhaus, zwei Museen und ein Postamt in Bagdad zu entwerfen (1957).

Mit 100 irrt Moses noch immer mit dem jüdischen Volk durch die Wüste. Das Gelobte Land wird er nicht mehr erreichen, sieht es jedoch aus der Ferne (1425 v. Chr).

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Mit 34 begann Eric Hanson Anekdoten zu sammeln, mit 52 veröffentlicht er sein Buch A Book Of Ages beim Verlag Harmony/Random House, aus dem die Beispiele hier stammen. Anfang 2010 erscheint das Taschenbuch.


Fotos: dpa 12, ap 14, Library of Congress 1, Archiv Diogenes Verlag 1, afp 1, reuters 1, flickr/Paul Baack 1, Bild von Jean-Louis-Ernest Meissonier - www.terminators.com
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