Sagen Sie jetzt nichts, Jochen Schweizer

Der Erlebnis-Verkäufer Jochen Schweizer im Interview ohne Worte über die gefährlichste Sportart, Tage ohne Adrenalin und seinen früheren Beruf als Stuntman.

    Geboren 23. Juni 1957 in Ettlingen bei Karlsruhe
    Beruf Unternehmer und Investor
    Ausbildung Logistiker
    Status Stehaufmännchen

    Extremsport lebt von Grenzerfahrungen - ohne die Möglichkeit, dass etwas schiefläuft, gibt's kein Adrenalin im Blut. Das gilt auch für das Leben von Jochen Schweizer, von dem die meisten eher die Marke als das Gesicht kennen dürften. Seine erste Karriere als Stuntman gab Schweizer seinen Kindern zuliebe auf. Danach verteilte er zuerst Bungee-Anlagen im ganzen Land und gründete später eine Agentur für Erlebnisgeschenke. Anfangs wurde er von Investoren dafür belächelt, und irgendwie ist die Idee, Erlebnisse zu verkaufen, ja auch schräg - sie zu ökonomisieren nimmt ihnen ja gerade das Besondere. Schräg auch, was Schweizer so alles als Erlebnis verkauft: einen Nähkurs ebenso wie das Schrotten eines alten Pkw mit einem M48 Patton Kampfpanzer. Sein Talent, sagt er, liege darin, Menschen zu Dingen zu bewegen, die sie ohne ihn nie getan hätten. Mag sein, dass einige der Erlebnisgutscheine aus Verlegenheit verschenkt werden und in irgendwelchen Schubladen enden oder auf Ebay. Aber Jochen Schweizer bietet inzwischen 2400 verschiedene Gutscheine an und beschäftigt mehr als 550 Mitarbeiter - der Blick auf seinen Kontostand ist für ihn sicher ein schönes Erlebnis.

    Fotos: Frank Bauer

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