Bison ist die neue Kuh und Carey Mulligan die neue Hepburn

Winnetous Lieblingsessen, Jeans für oben rum und ein It-Girl von Oscar-Format  - was uns diese Woche begeistert hat.

    Essen Neu auf dem Teller: Bison
    Bison ist gesund (weniger fett als Hühnchen), Bison ist zart. Fleisch von diesen Zuchttieren steht immer öfter auf den Karten guter Restaurants.
    In München z. B. im "Mandarin Oriental" und im "Trader Vic’s". Privatleute können bei Bison-Tom bestellen: www.westernbison.com.

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    Neues Gesicht Carey Mulligan
    Es geschieht nicht oft, aber alle paar Jahre taucht ein Mädchen auf, das etwas hat, was die anderen nicht haben. Und wie bei der britischen Schauspielerin Carey Mulligan weiß man gar nicht so genau, woraus sich dieses Etwas, das ihren Zauber ausmacht, eigentlich zusammensetzt: Mulligan ist hübsch, aber eben nicht modelhübsch. Sie hat Grübchen, Pausbacken und eine ganz normale Nase. Ihren Haarschnitt hat sie von Jean Seberg geklaut, der Mutter aller It-Girls. Überhaupt ist Mulligan die perfekte weibliche Ausgabe der Sixties minus der Abgründe und Selbstzerstörungstrips einer, sagen wir, Amy Winehouse. Sie wirkt sogar noch braver und süßer als Audrey Hepburn, mit der sie immer mal wieder verglichen wird. Was vor allem an der Rolle liegt, die sie in ihrem aktuellen Film An Education spielt, einer Liebesgeschichte zwischen einer 16-Jährigen und einem älteren Herrn im Jahr 1961. Mulligan spielt das Drama des Erwachsenwerdens so wahrhaftig und anmutig, dass sie schon jetzt, mit 24, als Oscar-Anwärterin gehandelt wird.
    Thomas Bärnthaler

    Carey Mulligan wird demnächstin zwei Filmen zu sehen sein: An Education (Start: 18. Februar 2010) und Wall Street 2 – Geld schläft niemals (22. April 2010).

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    Mode Das kleine Blaue
    Hosen aus Denim haben wir nun weiß Gott genug im Schrank. Dabei ist das Jeanshemd gerade der Klassiker der Stunde – ja so einfach funktioniert Mode.

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    Kochen Stollen
    Vier Wochen soll ein Christstollen reifen. Also jetzt backen, damit er Weihnachten perfekt ist! Erst während der Lagerzeit entsteht die typische kristalline Butter-Zucker-Hülle, die den Stollen vor dem Austrocknen schützt. Gleichzeitig geben die Rosinen Feuchtigkeit ab, das macht ihn saftig. Wichtig: gut in Backpapier und Alufolie einpacken und an einem kühlen und dunklen Ort lagern.

    Hier das Stollenrezept von Kochbuchautor Hans Gerlach:
    Sobald der Stollen aus dem Ofen kommt, wird er erstmal kalt und dann altbacken - wie jedes Hefegebäck. Doch dann kristallisiert die Butter-Zuckerschicht auf der Stollenoberfläche mit Wasser aus der Luft zu einer ziemlich dichten Schicht. Die schützt den Stollen vor dem Austrocknen. Im Inneren geben die Rosinen Feuchtigkeit an den Stollen ab, so wird er wieder saftig. Das funktioniert aber leider nur im feuchten Lagerkeller. Haben Sie keinen? Dann essen Sie den Stollen einfach ganz frisch, dann ist er nämlich mindestens genauso gut.

    Rezept: Weihnachtsstollen (Für 2 Stollen):
    500 g Rosinen
    10 cl Rum
    1 kg Mehl
    200 g Zucker
    1 TL Lebkuchengewürz
    1 TL Salz
    1 Hefewürfel
    300 ml lauwarme Milch
    250 g Mandeln
    je 150 g Zitronat und Orangeat (am besten am Stück)
    400 g weiche ButterZum Bestreichen:
    ca. 125 g zerlassene Butter
    ca. 100 g Zucker
    ca. 100 g Puderzucker

    1. Rosinen mindestens 12 Stunden mit Rum einweichen, die Rosinen sollen dabei die Flüssigkeit vollständig aufsaugen.

    2. Mehl, Zucker, Lebkuchengewürz und Salz in einer Schüssel mischen. Hefe in einer Mulde zerkrümeln, mit der Milch verrühren, mit etwas Mehl bestäuben. Die Schüssel mit einem Tuch zudecken, den Vorteig 30 Minuten gehen lassen, bis die Hefe sichtbar arbeitet.

    3. Am besten schmecken die Mandeln wenn Sie sie selber schälen, dafür einfach 1 Minute in kochendes Wasser geben, abgießen und dann mit den Fingern die Mandeln aus den Häuten schnipsen. Mandeln, Zitronat und Orangeat hacken, mit einem großen Messer oder in einem Blitzhacker. Zusammen mit der weichen Butter zum Vorteig geben, kräftig kneten, bis der Teig nicht mehr klebt. Jetzt erst die Rosinen unterkneten, dann wird der Teig wieder weicher. Die Schüssel mit einem Tuch zudecken, den Teig 4-6 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. (Sie können die Hefemenge auch verdoppeln, dann dauert es nur knapp 2 Stunden, bis der Teig aufgegangen ist, bei langsamer Teigführung bleibt der Stollen aber noch saftiger.) Das Tuch mit dem Sie die Schüssel zudecken, sollte in jedem Fall feucht sein.

    4. Den Teig in zwei Stücke teilen und auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche zu zwei Rechtecken von je 20 x 35 cm ausrollen. Den Teig jeweils von der Längsseite her halb über den restlichen Teig schlagen, so dass zwei lange Laibe entstehen, mit der typischen Erhöhung auf dem Stollen.

    5. Ohne Umluft bei 180 Grad etwa 1 Stunde auf der zweituntersten Schiene backen, kurz vor Schluss mit Wasser bepinseln. Die Stollen abkühlen lassen, mit zerlassener Butter bestreichen, mit Zucker bestäuben und noch einmal mit Butter bestreichen. Zuletzt mit Puderzucker bestäuben. Gleich essen, oder in Folie verpacken und in einem kühlen, nicht zu trockenen Keller aufbewahren.

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    Fotos: dpa, Reuters, AP