Tatarstulle, Sauerteigbrot, Kaviar

Unser Autor will gesättigt ins neue Jahr starten. Statt Mikroportionen gibt es wieder Essen, das so richtig satt macht.

Häppchen, Canapés, Fingerfood – halte ich alles für gestrig. Statt Mikroportionen ist wieder Essen, das satt macht, gefragt. Deswegen ist mein Rezept für Tatarstullen genau das Richtige, um sich auf eine Silvester-Party einzustimmen. Ganz wichtig bei diesem Gericht sind die Proportionen: die Balance zwischen Tatarmenge und der Dicke der Brotscheibe. Die Luxusvariante dieses Gerichts wird mit Stör-Kaviar belegt, die Premiumvariante mit Saiblingsrogen, und die Economy Class nimmt Seehasenrogen. Dazu serviere ich einen vielschichtigen, charaktervollen Champagner, am besten eine Grande Cuvée.

Tatarstulle, Sauerteigbrot, Kaviar (für 4 Personen)
500 g Rinderfilet
Tatar-Marinade: 2 EL Ketchup
2 TL Senf
Salz
schwarzer Pfeffer
roter Tabasco
4 Scheiben Sauerteigbrot, 2 cm hoch
Garnitur: 4 EL Frühlingszwiebeln, hauchfein geschnitten
80 g Kaviar
Saiblings- oder Seehasenrogen

Das Rinderfilet in feines Tatar hacken. Ketchup und Senf verrühren, Tatar damit vermengen. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und rotem Tabasco abschmecken. Brotscheiben von beiden Seiten toasten. Brote mit Tatar bestreichen, mit Frühlingszwiebeln bestreuen und den Kaviar oder anderen Fischrogen darauf platzieren.

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Tim Raue kocht in seinen Berliner Restaurants »Tim Raue«, »Sra Bua« im »Hotel Adlon« und »La Soupe Populaire«. Er schreibt neben Anna Schwarzmann, Maria Luisa Scolastra und Christian Jürgens für unser Kochquartett.

Foodfoto: Reinhard Hunger; Styling: Volker Hobl