»Hotel de Rome« - Berlin

Im Ballsaal wird auch mal Fußball gespielt, statt Walzer getanzt: Dieses Berliner Luxushotel bleibt trotz Panoramablick von der Dachterasse mit beiden Füßen auf dem Boden.

Das Haus in Bestlage am Bebelplatz, die Zimmer makellos, die Aussicht von der Dachterrassen-Bar für Berliner Verhältnisse geradezu glamourös, der Pool 20 Meter lang – schön, aber alles auch zu erwarten bei fünf Sternen. Viel wichtiger: Besteht das »Hotel de Rome« den Luxusquatsch-Test? Grundfehler vieler teurer Hotels ist ja, dass sie es als notwendig erachten, den Gästen ständig alberne Besonderheiten unter die Nase zu reiben (die Dusche mit 19 Wasserdüsen! Der Sommelier hält 15 000 Rotweine auf Lager!) –, das Management sich also unter andauerndem Rechtfertigungsdruck für den Zimmerpreis zu sehen scheint. Im »Hotel de Rome« kennt man dieses Problem nicht, man gibt sich selbstbewusst und unprätentiös. Der Eigentümer, Sir Rocco Forte, hasst Sterneküchen-Chichi – also serviert das neue Restaurant »La Banca« entspannte italienische Gerichte. Die Kunst an den Wänden kommt aus Berliner Galerien. Und auch das Personal ist angenehm gelassen: Während der Diskussion, ob Luxushotels für Eltern mit kleinen Kindern überhaupt tauglich seien, erzählt eine Mitarbeiterin, dass der historische Ballsaal an Regentagen auch schon zum Fußballspielen für ein paar fünfjährige Rabauken freigegeben wurde.

Hotel de Rome
Behrenstraße 37
10117 Berlin
Tel. 030/460 60 90
DZ ab 270 Euro
roccofortehotels.com

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