Aus Eis und Schnee sind die Iglus im »Iglupark Tallinn« nicht. Aber das Wort Iglu bedeutet in der Sprache der Inuit allgemein Wohnung oder Haus, und die konnten auch früher schon ebenso aus Holz, Lehm oder Torf sein. Und so schläft man im Tallinner Hafen zumindest in architektonischer Hinsicht in einem Iglu, nämlich in einem kuppelförmigen Häuschen aus Holz. Wenn auch viele Tausend Kilometer entfernt von den Heimstätten der Inuit in Grönland, Alaska oder Sibirien.
Neunzehn dieser Urlaubs-Iglus stehen nun zwischen blitzenden Yachten und rostigem Industriecharme am Noblessner Hafen. Nicht alle Iglus sind zum Schlafen da, fünf von ihnen sind Saunen, zwei kann man zum Arbeiten mieten. Es gibt Zweier-Iglus im Tiny-House-Format und Familien-Iglus, in denen bis zu fünf Leute unterkommen können, aber alle sind mit großen Fenstern, privater Terrasse und natürlich dem Nötigen wie Bett, Küche, Bad ausgestattet. Einige bieten Meerblick, und es fühlt sich schon unwirklich an, nach der Saunarunde am Morgen ins eiskalte Tallinner Hafenbecken zu tauchen.

Foto: Iglucraft
Der eigentliche Zauber offenbart sich am Abend, wenn warmes Licht das Iglu-Innere flutet und die Ostsee golden schimmert. Da fehlt nur noch, was die Esten »Lee« nennen, eine traditionelle Feuerstelle, an der man zum Kochen und Erzählen zusammenkommt. Im »Iglupark« gibt es nur eine Snackbar, aber in der fußläufigen Altstadt auch ein Lokal namens »Lee«, das dieses typisch estnische Gemeinschaftsgefühl zelebriert.
Iglupark, Lennusadama 7, 10411 Tallinn, Estland
Tel. 00372/5678/25 91
Iglu für zwei Personen ab 149 Euro/Nacht
iglupark.com

