Marschgepäck

Zweisilbige Doppel-ck-Konstruktionen sind rar im deutschen Wortschatz. Rucksack ist davon sicher die gebräuchlichste, es folgen die seltenen beziehungsweise ausgedachten Hackblock, Speckzweck, Bockdreck, Dickdock, Stricklack, Brackmuck und Zuckeck. Man würde diese Begriffe gern häufiger sagen. Sie sacken so gut durch im Gaumen, und die Zunge kann sie richtig schön rausknallen. Ruck-sack, Ruck-sack, wenn man es nur oft genug vor sich hin sagt, wird eine zackige Marschmelodie daraus. Kein Wunder, dass sich die Japaner den Rucksack als Germanismus für ihre Sprache ausborgten, wenngleich sie einen Ryukkusakku daraus machten. Das mag für japanische Ohren sinnvoller klingen, aber die schöne deutsche Kantigkeit geht dabei natürlich flöten. Im Italienischen, wo der Rucksack auf dem Bild herstammt, heißt er übrigens Zaino. Wenn man das ganz oft sagt, kommt keine Marschmelodie heraus, aber eine Art Dauergrinsen. Auch nicht schlecht!

Sehr anhänglich: Herrenrucksack von Tod's

Foto: Jonas Unger

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