Sagen Sie jetzt nichts, DJ Hell

DJ Hell im Interview ohne Worte über durchzechte Nächte, seine große Leidenschaft neben der Musik und die Frage, ob er lieber auf einen Rave nach Berlin oder ein Volksfest in Bayern gehen würde.

    Geboren: 6. Dezember 1962 in Altenmarkt an der Alz (als Helmut Geier)
    Beruf: DJ und Musikproduzent
    Ausbildung: Lehre zum Betriebsschlosser
    Status: Nachtmensch

    Das mit dem Alter, sagt DJ Hell, das höre er in jedem Interview. Er findet das unhöflich. Und es ist ja tatsächlich so: Helmut Josef Geier, Pionier der elektronischen Musik, liebt halt, was er tut - was kann er dafür, dass die Zeit vergeht? Vor rund vierzig Jahren legte DJ Hell erstmals auf, sein Weg führte ihn von Altenmarkt über München in die Welt. Da stand er dann an den Plattentellern, irgendwo zwischen Tokio und New York, da steht er immer noch bis zu hundert Mal im Jahr und wirkt zwischen tanzenden Menschen, Schweiß und Ekstase ziemlich beherrscht.

    Bei aller Coolness ist DJ Hell natürlich ein Getriebener, Routine ist ihm gefährlich. Er fusionierte das Untergründige des Techno mit dem Glamour, legte schon in den Neunzigerjahren im Dreiteiler auf, spielte auf Modenschauen von Versace und auf einem Album aus dem Jahr 2009 auch mit Bryan Ferry und P.Diddy. Hat ihm nicht jeder verziehen, glaubt er. Scheint ihn aber nicht zu interessieren. DJ Hell denkt nach vorne, sein aktuelles Album heißt Zukunftsmusik. Und wenn er das nächste herausbringt, wird man ihn sicher fragen, wann eigentlich mal Schluss ist. Aber DJ Hells Karriere ist wie ein Techno-Set: Sie fühlt sich in jedem Moment an, als könnte sie für immer weitergehen.

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