Geboren 30. Oktober 1988 in Berlin
Beruf Polarforscherin, Meereisphysikerin
Ausbildung Bachelor in Meteorologie an der Freien Universität Berlin, Master in Meteorologie
Status Coole Socke
Sie erforsche den »Gefrierschrank der Erde«, so beschreibt Stefanie Arndt ihre Arbeit oft. Etliche Male reiste sie schon in die Antarktis, um Schneekristalle zu untersuchen und so den Zustand des eisigen Kontinents zu verstehen. 2020 war sie Teil der bisher größten Antarktisexpedition der Geschichte und verbrachte mehrere Monate an Bord des Forschungsschiffs »Polarstern«. Seitdem wird sie von Zeitungen und Radiosendern oft als Expertin angefragt, wenn es darum geht, wie ewig das Eis noch ist. Arndt erklärt die Lage meistens pragmatisch, aber eindringlich: Die Veränderungen durch den Klimawandel zeigen sich in der Antarktis zwar noch nicht so stark wie in der Arktis. Aber auch rund um den Südpol verringern sich die Eismassen auf Land und Meer – und damit die Kraft des Gefrierschranks der Erde. Dass sie sich Minusgraden und Extremsituationen aussetzen will, wusste Arndt früh. Als Schülerin las sie ein Buch über den Polarforscher Ernest Shackleton, dessen Schiff 1915 auf einer Expedition sank und der dennoch monatelang mit seiner Mannschaft im Eis überlebte. Statt Furcht löste das Neugierde in ihr aus. Ende Januar fährt sie für ihre nächste Expedition in die Antarktis. Dem Kindermagazin Zeit Leo sagte sie mal: »Es klingt vielleicht verrückt, aber indem wir die Natur nicht in Ruhe lassen, können wir sie hoffentlich bewahren.«










