Armbanduhr

    Herr Patrizzi, sind Uhren der einzig akzeptable Schmuck für Männer?
    Ja. Ich bin gegen Halsketten, Ringe oder Armreife. Diamanten passen nicht zu Männern – außer auf einer Armbanduhr.
    Die »Tour de L’ile« gilt als Meisterstück des Uhrmacherhandwerks. Schwärmen Sie uns doch mal ein bisschen vor.
    Neben der normalen Uhrzeit können Sie auch die Mondphasen ablesen oder das Sternbild der nördlichen Hemisphäre, den Sonnenauf- und -untergang, es gibt einen ewigen Kalender, eine Gangreserve und eine Anzeige zur Zeitgleichung; 16 Funktionen insgesamt, die man Komplikationen nennt, werden von einem eigenen kleinen Zählwerk angetrieben. So viele Anzeigen brauchen Platz, darum hat die »Tour de L’ile« gleich zwei Zifferblätter, eines auf der Vorderseite, das andere auf der Rückseite.
    Diese Uhr kostet mehr, als die meisten Menschen in ihrem Leben verdienen. Wer gibt 1,8 Millionen Franken für eine Uhr aus?
    Sagen wir so: Es wurden überhaupt nur sieben Stück von dieser Armbanduhr angefertigt – und sie sind alle verkauft. Osvaldo Patrizzi, Inhaber und Auktionator des »Antiquorum« in Genf. Zu ihrem 250. Geburstag hat VACHERON CONSTANTIN die technisch anspruchsvollste Uhr der Welt gebaut. Preis: zirka 1,8 Millionen Franken.

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