Mozartkugel

    Herr Löwer, woran erkennt man eine echte Mozartkugel?
    Die Echte trägt den Zusatz »original« und den darf nur der Erfinder, die »Konditorei Fürst«, verwenden. Steht also »echt« auf der Kugel, ist sie in Wirklichkeit eine Kopie. Die Original-Mozartkugel gibt es nur in den Cafés des Herstellers in Salzburg und im Internet.
    Der Bach-Würfel stammt aus dem gleichen Haus, ist aber weniger bekannt. Warum eigentlich?
    Die Mozartkugel gibt es schon seit mehr als hundert Jahren. Genauso beliebt zu werden ist für moderne Pralinen schier unmöglich. Da hilft kein Szechuanpfeffer, Thymianduftöl oder Hopfenextrakt. Ein weiterer Vorteil: Die Mozartkugel hält monatelang, weil sie keine flüssige Füllung hat. Und Kindern schmeckt sie auch – sie enthält keinen Alkohol. Übrigens wurden die allerersten Pralinen ohne Schokolade hergestellt, sondern nur mit Mandeln und Honig.
    Welches Getränk schmeckt am besten zur Mozartkugel?
    Etwas Neutrales, damit sich der Pralinengeschmack richtig entfalten kann. Ich würde einen milden grünen Tee dazu trinken. Florian Löwer ist Deutscher Meister der Konditoren und Patissiers 2005.

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