Das Kochquartett

Oft bleiben vom Sonntagsbraten Reste übrig. Mit dem Gröstl hat man eine schmackhafte Alternative, alles "aufzuräumen".


Auch die Variationsmöglichkeiten sind schier unerschöpflich, denn nahezu jedes Gemüse passt mit hinein, das beistehende Rezept lässt sich zum Beispiel auch sehr gut mit Bohnen verfeinern. Für jeden Gusto ist etwas dabei und der Kreativität des Kochs sind keine Grenzen gesetzt. Unabdingbar sind ein guter Wein oder ein kühles Bier, und Vitamine in Form von Salat sind Pflicht. Mein erstes Gröstl aß ich bei traumhaftem Wetter in einer Jausenstation bei Kitzbühel. Diese Begegnung war so beeindruckend, dass ich dieses Rezept nach jedem Festtagsbraten oder anderen üppigen Mahlzeiten heraushole; meine Familie freut sich immer noch jedes Mal.

Gröstl(4 Personen)
700 g gekochte Kartoffeln,
50 g Butter, etwas Öl,
150 g blanchierter Speck in
Streifen, 150 g Zwiebeln in Streifen, 300 g gekochtes Rindfleisch in Würfeln (oder die Reste eines
Bratens), 3 EL Schnittlauch, fein geschnitten, etwas Majoran, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 8 Eier Die gekochten Kartoffeln in Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit der Hälfte der Butter und einem guten Schuss Öl rundherum goldgelb braten. In einer zweiten Pfanne die Speckstreifen anrösten, dann die Zwiebeln und die Rindfleischwürfel (bzw. die Reste eines Sonntagsbratens) hinzufügen und mitbraten. Wenn alles gut angebraten ist, die Kartoffeln ohne das Bratfett hinzufügen. Alles kurz durchschwenken, mit dem Schnitt- lauch vermischen, mit etwas Majoran würzen und mit Pfeffer und vorsichtig mit Salz – wegen des ausgelassenen Specks – abschmecken. In der restlichen Butter die Spiegeleier braten, dann das Gröstl auf vier Teller verteilen und mit den Spiegeleiern krönen.

Christian Jürgens, 40, kocht im Hotel "Überfahrt" in Rottach-Egern am
Tegernsee und schreibt neben Anna Sgroi, Anna Schwarzmann und Tim Raue für unser Kochquartett.
Nächste Woche: Geschmorte Zickleinkeule mit Schalotten und violetten Artischocken, von Anna Sgroi.

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