Im Pitztal ist alles schneller, höher, weiter. Fangen wir mit Willi an, dem ältesten Skilehrer. Willi ist 83 Jahre, trotzdem noch jeden Tag oben am Gletscher auf der Piste und außerdem ein großer Fan von PUMASPUCKE. So heißt die Mischung aus Obstler und Underberg, die gewaltig einfährt. Willi verzieht bei einem Schluck keine Miene, denn er hat das Getränk ja auch erfunden. Wer nett zu ihm ist, den lässt er probieren. Danach sollte man sich aber nicht täuschen lassen, wenn es um den wärmsten Hintern geht: Der Sechser-Sessel GLETSCHERSEEBAHN ist nicht nur neu, sondern auch wirklich heiß. Der Lift hat eine eingebaute Sitzheizung, gefühlte 25 Grad Gesäßtemperatur. Nach der Pumaspucke also nicht wundern, die Wärme am Hintern ist echt!
Weiter geht es zum Hinteren BRUNNENKOGEL, dem höchsten Lift: Keine Gondel in Österreich fährt höher als diese, 3440 Meter. Da oben verliert sich der Blick und hört gar nicht mehr auf, über das endlose Weiß der Alpengipfel bis ins dunkle Himmelblau zu streifen. Nur die Wildspitze, 3772 Meter hoch, nach dem Großglockner der zweithöchste Berg Österreichs, bremst ein bisschen die Weitsicht. Aber sonst: freie Bahn. Das gilt auch für die Talabfahrt, die locker als die schönste Abfahrt der Welt durchgeht. Wir fahren mit unserem Bergführer vom Gletscher über den TASCHACH-FERNER ab, 13 Kilometer talwärts abseits der Piste, immer durch das schneeweiße Paradies. Nur das mit dem Paradies ist so eine Sache. Denn auch was die Zukunft betrifft, ist im Pitztal alles auf Superlativen eingestellt, schließlich haben die da die tollsten Pläne: Mit dem Bau einer weiteren Gondel soll eine Verbindung zu den Ötztaler Gletscherskigebieten entstehen. Man trägt also mit jedem gekauften Skipass ein bisschen dazu bei, dass da oben statt Steinbock und einsamen Gletscherfeldern Lifte und Pistenraupen das Panorama beherrschen.
Ein perfektes Wochenende könnte auch anders aussehen, wenn man sich den besten Alternativen widmet: Erster Tag Langlaufen, abends auf ein Gröstl ins PFANDL. Zweiter Tag Schneeschuhwandern, abends rodeln, danach im Hotel SPORTALM Wellness, Sauna-Schnick-Schnack und gutes Essen – schon ist die Piste sehr weit weg. Und wem das nicht reicht: Im HEXENKESSL ist jeden Tag Après-Ski, wo der beste Drink, der hausgemachte HEXENVIRUS, den Rest erledigt. Pumaspucke bei Willi Lange über Skischule Pitztaler Gletscher, www.skischule-pitztalergletscher.com, Tel. 0043/5413/85000. WOHNEN Hotel Sportalm, 6481 St. Leonhard im Pitztal, Tel. 86203, www.sportalm.net, DZ ab 100 Euro; ESSEN Restaurant s’Pfandl, Tieflehn 76, St. Leonhard, www.pfandl-pitztal.at, Tel. 86373, Fax 86389; Hexenkessl, Tieflehn 65, St. Leonhard, Tel. 85011,

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