Sagen Sie jetzt nichts, Kumi Naidoo

Ein Interview ohne Worte, in dem Greenpeace-Chef nichts sagt und doch alles verrät: Über den Klimawandel, fair gehandelte Klamotten und den Wunsch, doch einmal Porsche zu fahren.


    Name:
    Kumi Naidoo Geboren: 8. Januar 1965 Beruf: Executive Director bei Greenpeace International Ausbildung: Doktor der Politikwissenschaften, Universität Oxford Status: We are the world

    Wie reist einer, der für die Rettung der Erde zuständig ist? Genau: mit Bus und Bahn. Auch wenn die Zeit drängt, ist Kumi Naidoo da vorbildlich. Der neue Greenpeace-Chef steigt aus dem Shuttlebus, der den Berliner Hauptbahnhof mit dem Flughafen Tegel verbindet. Unser Fotograf wartet schon. Morgens noch hatte Naidoo beim Jahrestreffen deutscher Aktivisten im brandenburgischen Eberswalde geredet – Basisarbeit. Naidoo bekam viel Applaus. Der Südafrikaner indischer Abstammung ist ein Charismatiker. Und ein Kämpfer. Mit 15 schloss er sich dem Widerstand gegen das Apartheidregime an, wurde eingesperrt, floh ins englische Exil. Erst nach der Freilassung Mandelas 1990 kehrte er zurück und arbeitete für Menschenrechtsorganisationen, bis er im November 2009 als erster Afrikaner an die Spitze von Greenpeace aufstieg.

    Seitdem, hat man das Gefühl, ist es um die Umweltschutzorganisation wieder lauter geworden. Die Zeit ist um, Naidoo muss los: nach Brasilien, mit dem Flugzeug. Auch im Kampf gegen den Klimawandel kommt es zu Kollateralschäden.

    Fotos: Gerrit Hahn

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