»Ruby Sofie« - Wien

Keine Rezeption, dafür ein Automat mit Leihgitarren. In den Räumen der Sofiensäle, mitten in Wien, kann man in einem ungewöhnlichen Hotel übernachten, dass trotz fehlender Minibar schick ist.


Wenn man das »Ruby Sofie« online gebucht hat, bekommt man kurz darauf eine Mail: Man möge bitte alle Daten für den Meldeschein vorweg schicken und auch vorher elektronisch bezahlen, denn es gebe keine klassische Rezeption. Außerdem gebe es nicht: telefonische Reservierung, Zimmerservice, Minibar, Parkgarage, Spa, Restaurant. Macht aber nichts, denn mit der zweiten Mail, die ein paar Tage vor Anreise kommt, macht sich das »Ruby Sofie« zum Freund: »Hello Sunshine!« lautet die Überschrift, die Mail enthält einen vom Hotel zusammengestellten Musik-Mix und einen Wien-Reiseführer. Spätestens wenn man ankommt in den bombastischen Räumen der Wiener Sofiensäle, in die das »Ruby Sofie« gezogen ist, mag man seinen neuen Kumpel, und so einiges gibt es ja doch: etwa Bügelstationen auf den nachtschwarzen Gängen, Automaten, die alles hergeben, worauf zugunsten des Zimmerpreises verzichtet wurde (wie Schlappen), kostenloses WLAN, Fahrräder, Leihgitarren. Die Zimmer sehen aus wie im 5-Sterne-Hotel, mit Regendusche und Multifunktions-Sound-Anlage. Die Bar bietet 24-Stunden-Service, und das Bio-Frühstück kostet 9,50 Euro. Seinen Besuch meldet man an einem iPad ab. Die Rechnung kommt natürlich per Mail.

Ruby Sofie
Marxergasse 17
1030 Wien (dritter Bezirk)
DZ ab 79 Euro
ruby-hotels.com

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