Sagen Sie jetzt nichts, Hazel Brugger

Die Kabarettistin im Interview ohne Worte über ihre Zukunftspläne, ihr Gesicht beim Fernsehgucken und ihre Vorstellung von Romantik.

Geboren 9. Dezember 1993 in San Diego, USA
Beruf Kabarettistin
Ausbildung Studium Philosophie und Literatur (abgebrochen)
Status Friss oder stirb

Für die heute-show führt sie angriffslustige Interviews mit Politikern. Fragt auf einem CDU-Parteitag Julia Klöckner, wie oft Angela Merkel noch Kanzlerin werden müsse, damit die Frauenquote in der CDU endlich erfüllt werde. Nach Gesprächen mit Mitgliedern der AfD hat sie einen »emotionalen Kater«, sagt sie. In ihrer eigenen Sendung macht sie Witze über Sex und Tod. Hazel Brugger, 24 Jahre alt und in der Schweiz aufgewachsen, geht dahin, wo es wehtut. Eine Schweizer Zeitung nannte sie »die böseste Frau der Schweiz«. Brugger bezeichnet sich als »transsympathisch«, ist sich aber sicher, Grenzen nicht zu überschreiten. »Wenn ich es lustig finde, ist es noch innerhalb der Grenzen, wenn nicht, dann nicht.« Ob sie allerdings etwas lustig findet, sieht man ihr nicht an, und dieses ausdruckslose Gesicht ist das besonders Komische an ihr. Hazel Brugger gewann 2017 den Deutschen Kleinkunstpreis. Sie arbeitet wie besessen und zitiert dazu Joseph Beuys, den Freunde warnten, er verschleiße sich bei seiner Arbeit – darauf Beuys: »Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung.« Die Karten für Hazel Brugger passiert sind schnell weg, am 1. Juni ist sie in der heute-show zu sehen, am 2. Juni in Inas Nacht.

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