»Wenn man sie pflegt, halten Fahrräder Jahrzehnte«

Wer sein Rad liebt, der schiebt, heißt es. Dabei kann man mit ein bisschen Pflege viele teure Schäden vermeiden – und obendrein gefährliche Unfälle. Worauf man bei E-Bikes, Rennrädern oder Mountainbikes achten muss und welche Produkte wirklich unnötig sind, erklärt der Radexperte Raul Pavlicek.

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SZ-Magazin: Herr Pavlicek, wir wollen heute über Radpflege sprechen, aber wo fangen wir bloß an? Es gibt ja Rennräder, Gravelbikes, Mountainbikes, E-Bikes, Citybikes, Hollandräder, Lastenräder
Raul Pavlicek: Ob man ein Mountainbike hat, ein Stadtrad oder ein Rennrad, ist beim Putzen im Grunde egal. Gut, bei E-Bike und Lastenrad gibt es noch ein, zwei Besonderheiten. Aber dass man ein Mountainbike anders pflegen müsste als ein Rennrad, sehe ich nicht.

Warum soll ich mein Rad überhaupt putzen? Ich hatte als Student Räder, die kein Putzmittel oder Schwamm je berührt haben. Gut, die Kette war verrostet, aber gefahren sind sie noch.
Nur auf einem sauberen Rad fährt man richtig gut und sicher. Bei schmutzigen Rädern knackt und quietscht es, vor allem aber verschleißt das Rad. Nehmen wir mal die Felgenbremse: An den Bremsbelägen können sich Steinchen festsetzen, die beschädigen die Felgen. Wenn ich aus meiner Erfahrung sprechen darf, und das sind mehr als 30 Jahre, hat sich Radpflege wirklich bewährt. Und es dauert nicht lange: Erst das Rad schön nass machen und dann …