Rosy Ricotta Cremolata

In Modica hat unser Koch diesen Sommer die sizilianische Eisvariante  »Cremolata« probiert - seitdem vergöttert er die cremig-aromatische Süßspeise.

»Diesen Sommer verbrachte ich in Sizilien, in der kleinen Stadt Modica. Wegen ihrer barocken Kirchen in der Altstadt gehört sie zum Welterbe der UNESCO. In der weniger schönen Oberstadt liegt die ›Rosy Bar‹, die von morgens bis abends Anlaufpunkt aller Fans von Cremolata und Granita ist. Beides bezeichnet eine sizilianische Form des Wassereises; die Cremolata ist in der Konsistenz fester, ihr können auch Milchprodukte beigemischt werden. Bei ›Rosy‹ gibt es sie aus Feigen mit gehackten Walnüssen und Modica-Schokolade, aus Cantaloupe-Melone mit einem San-Daniele-Schinken-Grissino und aus Walderdbeeren mit Schlagsahne. Für mich ist die Variante aus Ricotta, Café-Sahne sowie Pistazien- und Schokostreuseln ein Ausbund an Aromen, Frische und Cremigkeit, sie ist die Götterspeise unter den Dolci der Insel.«

Für 4 Personen

Ricotta cremolata:
500 g frischen Ricotta
300 ml Milch
200 ml Zuckersirup

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Café-Sahne:
3 Espressi
3 EL Rohrzucker
2 EL Kaffeelikör
250 ml Sahne

Streusel:
4 TL gehackte Pistazien
4 TL gehackte Schokolade aus Modica in Sizilien

Ricotta mit Milch und Zuckersirup verrühren und das Ganze in einer Eismaschine zu einer flüssig-kristallinen Masse rühren lassen. (Falls Sie einen Thermomix zu Hause haben: Ricotta und Milch mischen, in Eiswürfelbehältern frieren. Diese »Eiswürfel« mixen und den Zuckersirup hinzugeben.) Die Espressi, den Rohrzucker und den Kaffeelikör kurz aufkochen. Abkühlen lassen und mit der Sahne vermischen. In einen Sahnespender geben, mit 2 Kapseln laden, die Café-Sahne in eine Schüssel sprühen und mit einem Eisabstecher runde Kugeln davon formen. Anrichten: Die Cremolata in kleine Wassergläser füllen, darauf die Café-Sahne-Kugeln setzen und mit den Streuseln bestreuen.

Tim Raue schrieb seit dem 21. August 2009 für unser Kochquartett. Nun übergibt er an den Münchner Koch Tohru Nakamura, dies ist sein letzter Beitrag für die Kolumne. Wir bedanken uns herzlich für seine großartigen Rezepte!
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Foto: Reinhard Hunger; Styling: Katharina Floder

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