Sagen Sie jetzt nichts, Annette Schavan

Ein Interview, in dem die Bildungsministerin nichts sagt, und doch alles verrät: über die eigene Schulzeit, das G 8 und die Rückenprobleme unserer Schüler.

    Name: Annette Schavan Geboren: 10. Juni 1955 in Jüchen Beruf: Bundesministerin für Bildung und Forschung Ausbildung: Abitur, Studium der Erzeihungswissenschaft, Philosophie und Theologie, Promotion über das Gewissen Status: Oberlehrerin der Nation

    Über Annette Schavan liest man weit weniger als über Angela Merkel oder Karl-Theodor zu Guttenberg; dabei hat sie einen ähnlich wichtigen Beruf wie die drei, sie ist Ministerin und als solche zuständig für die Bildung und die Forschung in unserem Land, und damit ja eigentlich für das Wichtigste überhaupt: die Kinder und die Zukunft. Lässt man die Forschung mal weg, hat Schavan also mit PISA-Studie, achtjährigem Gymnasium, Missbrauch in Internaten, zwei- und dreigliedrigen Schulsystemen, Schülerstreiks, Haltungsschäden bei Kindern, der Bologna-Reform, Lehrermangel, ungesunden Pausenbroten und so weiter zu tun. In einem Heft zum Thema »Schule« darf sie deshalb auf keinen Fall fehlen. Unsere Frage, ob sie – irgendwann – Lust hätte, Bundespräsidentin zu werden, hat sie übrigens abgelehnt.

    Fotos: Alfred Steffen

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