Sagen Sie jetzt nichts, Carla Bruni

Die französische Sängerin über den Piraten Sarkozy, echte Freunde und die aufregendste Körperstelle einer Frau.

    CARLA BRUNI

    Geboren: 23. Dezember 1967 in Turin 
    Beruf: Musikerin  
    Ausbildung: Kunst- und Architekturstudium (abgebrochen)  
    Status: Der Widerspenstigen Zähmung

    »Ich bin von Zeit zu Zeit monogam, aber ich ziehe die Polygamie vor. Die Liebe dauert lange, aber die brennende Lust nur zwei bis drei Wochen.« Genau das hat Carla Bruni vor sechs Jahren in einem Interview gesagt – ein paar Monate, bevor Sie den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy geheiratet hat. Und heute, nach der verlorenen Wahl 2012, ist nichts mehr, wie es war: Die beiden mussten nicht nur den Élysée-Palast räumen, nein, sie sind auch immer noch ein Paar, sogar eine richtige Familie, man denke an die gemeinsame Tochter Giulia. Ist da jemand angekommen? Am Ende glücklich? Oder noch besser: zufrieden? Auf ihrem neuen Album Little French Songs – ja, Bruni ist immer noch eine ziemlich gute Musikerin – gibt es ein liebevolles Chanson mit dem Titel Mon Raymond. Wer es immer noch nicht weiß: Raymond ist Sarkozys Kosename. »Raymond, c’est de la bombe atomique« heißt es da. Oder: »Mon Raymond est un pirate, oui.« Eine Atombombe also. Und ein Pirat – trotz Krawatte. Und weiter singt sie von der zarten Stille, in die er bisweilen verfällt, von seinen Augen, seiner Einzigartigkeit. Kein Zweifel: Man muss von Liebe ausgehen. Oder einer sehr charmanten Lügnerin.

    Fotos: Jo Magrean

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