Sagen Sie jetzt nichts, Clemens Schick!

Ein Interview in dem der Schauspieler nichts sagt und doch alles verrät: Über sexy Barkeeper, schwere Verluste und üble Vorurteile.


    Name:
    Clemens Schick Geboren: 15. Februar 1972 in Tübingen Beruf: Schauspieler Ausbildung: Abitur 1992, Klosteraufenthalt in Frankreich (abgebrochen), Schauspielschule in Berlin (abgeschlossen) Status: Très Schick

    Es wird öfter mal behauptet, Clemens Schick hätte nur einen Gesichtsausdruck drauf. Und zwar den, mit dem er im James Bond Casino Royale als böser Handlanger überzeugte. Der Schwabe, der wie fast alle Schwaben zwischen 25 und 40, die was Kreatives machen wollen, inzwischen in Berlin lebt, kann aber deutlich mehr: Sein Ein-Mann-Stück Windows, in dem er einen Blick in die Seele Bill Gates’ wirft, spielte er in Afghanistan für deutsche Soldaten und in Los Angeles vor Hollywoods Jetset. Und weil zu viel TV-Gage den Charakter verdirbt (O-Ton Schick), drehte er im letzten Jahr einen Low-Budget-Film nach dem anderen. Weil er das so wollte? Weil Hollywood nicht anrief? Und Eichinger auch nicht? Wer weiß das schon. Einer dieser kleinen, hübschen Filme läuft gerade im Kino: In Cindy liebt mich nicht spielt Schick einen coolen Barkeeper, dem das butterweiche Herz gebrochen wird.

    Fotos: Alfred Steffen

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