Bleib doch zum Frühstück

Gegen die Zimmer dieses Berliner Hotels gibt es nichts einzuwenden. Das wahre Lob gebührt aber dem israelischen Frühstückslokal, das sich im Erdgeschoss des Hotels eingerichtet hat.

Hotelfrühstück – großes Problem. Müsli für die Kinder, Süßes für die Frau, aber ich liebe es salzig, am besten noch scharf und mit Knoblauch. Kriege ich sonst nur in Asien. Aber jetzt auch in Berlin: im »Benedict«, dem Frühstückslokal im Erdgeschoss des »Max Brown« in Wilmersdorf, Nähe Ku’damm. »Benedict« hat bald 24 Stunden durchgehend geöffnet und bietet wirklich nur Frühstück. Aber die Karte hat es in sich: Spanische Frittata mit Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln, Paprika, Kräutern, sehr schön. Eggs Benedict, na ja, Klassiker wie das texanische Frühstück mit Steak und Eiern, dann aber: Shakshuka, die nordafrikanische Tomatenpfanne mit Eiern, serviert mit Tahini, fast so gut wie in Tel Aviv bei »Dr. Shakshuka«. Und mein Favorit: Koreanische Rindfleischstreifen, scharf angebraten, mariniert, mit Kimchi-Reis, Korinander, grünen Zwiebeln, Sprossen – ein Gedicht! »Benedict« ist eine Frühstückslokalkette aus Israel. Die hat dem Eigner der »Max Brown«-Hotels imponiert, zu Recht. Nachtschwärmer und selbst Anwohner kommen zum Frühstück. Die Berliner Filiale ist die erste in Europa, weitere sind in Planung. Ach ja, die Zimmer: völlig in Ordnung, selbst die der Kategorie »small«, 15 Quadratmeter. Etwas verspielt eingerichtet, aber hübsch. Alle siebzig Zimmer haben einen Basketballkorb, einen Plattenspieler, Föhn und Fernseher. In der Lobby steht ein Billardtisch, Sandwiches und Getränke gibt es an der Rezeption. Ich brauche das alles nicht. Hauptsache, das Frühstück ist inklusive.

Max Brown Ku'damm
Uhlandstr. 49
10719 Berlin
Tel. 030/21 78 26 39
Übernachtung ab 79 Euro im Doppelzimmer inklusive Frühstück 

Foto: Steve Herud

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