Sagen Sie jetzt nichts, Alice Cooper

Ein Interview, in dem der Musiker nichts sagt und doch alles verrät: über die Rock and Roll Hall of Fame, Golfkleidung und das eigene Ableben.



    Name:
    Alice Cooper (geb. Vincent Damon Furnier) 
    Geboren: 4. Februar 1948 in Detroit, Michigan, USA 
    Beruf: Musiker 
    Ausbildung: High-School-Abschluss (1966) 
    Status: Stirb an einem anderen Tag

    Bob Dylan nannte ihn bereits 1978 einen »unterschätzten Songwriter«, das Musikmagazin Rolling Stone erklärte ihn vor Jahren zum »beliebtesten Heavy-Metal-Entertainer«. Keine Schulparty ohne School’s out, keine Abi-Fete ohne Poison. Die Kids feiern immer noch zu seinen Songs, Alice Cooper aber erlebt seit mehr als zwanzig Jahren das Unvermeidliche des einst Sensationellen: Während seine Songs zu Rockklassikern geworden sind, wurde seine ehedem gefeierte Bühnenshow mit Guillotine, dick verschmierter Schminke und viel Kunstblut gewöhnlich, er selbst mit den Jahren schlicht älter. 64 wird er im Februar. Dieses Jahr haben sie ihn in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. »Eine große Ehre«, sagt er. Auf der Bühne lässt er sich trotzdem immer noch den Kopf abhacken. In einem Hotel in Chemnitz kommt Cooper pünktlich und ungeschminkt zum Interview. Über sein Alter will er nicht sprechen, das Lob von »Bobby« macht ihn heute noch verlegen. Sein neues Album heißt Welcome 2 My Nightmare.

    Fotos: Tibor Bozi

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