Sagen Sie jetzt nichts, Julia Fischer

Die Star-Geigerin über Heino, den Sex-Appeal von David Garrett und Gangnam Style.

    JULIA FISCHER

    Geboren: 15. Juni 1983 in München 
    Beruf: Geigerin und Professorin
    Ausbildung: Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg, Musikhochschule München
    Status: Prima Violina

    Viele halten Julia Fischer für eine der besten Geigerinnen der Welt, aber manchmal wirkt es, als sei sie vom Mars. Als sie beispielsweise vor einiger Zeit gefragt wurde, was sie denn von Tokio Hotel halte, antwortete sie etwas verwirrt: In Tokio übernachte sie eigentlich immer in unterschiedlichen Hotels. Trotz Weltruhm wirkt Julia Fischer beneidenswert abgenabelt von der Kultur, die RTL dem Rest von uns in die Köpfe zapft. Vielleicht muss das so sein, wenn man mit 13 das erste Mal Beethovens Violinkonzert spielt, mit 19 die New Yorker Carnegie Hall füllt und seither mit fast allen wichtigen Orchestern der Welt auftritt. Andererseits gehört die Ablehnung des Populären für Fischer zum Programm: Für eine 29-Jährige stemmt sie sich erstaunlich entschieden gegen jegliche Popularisierung der Klassik. »Wenn ich ein Schostakowitsch-Konzert spiele«, sagt sie, »ist es nicht Sinn der Sache, dass sich das Publikum dabei amüsiert.« Immerhin hat sich die zweifache Mutter inzwischen überreden lassen, ab und zu ihr Foto auf CD-Cover drucken zu lassen. Julia Fischers neue CD mit den Violinkonzerten von Bruch und Dvořák ist vor Kurzem erschienen.

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    Fotos: Camillo Büchelmeier

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