Sagen Sie jetzt nichts, Renate Künast

Ein Interview, bei dem die Politikerin nichts sagt und doch alles verrät.

Würden Sie in Berlin ohne Vorbehalt jeden Döner essen?Name: Renate KünastGeboren: 15. Dezember 1955 in Recklinghausen Beruf: PolitikerinAusbildung: Jura-Studium an der TU Berlin, Sozial-arbeiterin in der Männer-Justizvollzugsanstalt Tegel, Anti-Atom-Aktivistin Status: Das Rückgrat der GrünenPolitiker, so glaubt man, stehen gern im Rampenlicht. Aber das ist gar nicht wahr. Die meisten zucken schon beim Wort »Foto« zusammen, von einem geknipsten Interview ganz zu schweigen. Denn in erster Linie denken sie an ihre Wirkung: Komme ich auch gut rüber? Werden die Bürger mich mögen? Deshalb sehen viele ihrer Pressefotos auch so aus, als hätte ein Bundeswehr-Offizier gerade zum Appell gerufen. Ganz anders: Renate Künast. Sie macht sich weniger Gedanken um ihre Wirkung, »schließlich«, sagte sie, »vertrete ich hier meine Meinung, das ist mein Beruf.« Vielleicht wäre unserem Land besser gedient, wenn es mehr von ihrer Sorte gäbe.

Träumen Sie manchmal von jenen Bergen toter BSE-Rinder, die verbrannt wurden?

Okay, Themawechsel: Könnten Sie sich vorstellen, von 325 Euro im Monat zu leben?

Sind die Grünen eigentlich noch links?

Saßen Sie als Privatpatientin schon mal beim Arzt und hatten Mitleid mit wartenden Kassenpatienten?

Ist die Oppositionsbank wirklich härter als ein Kabinettssitz?

Geht man bei den Grünen zum Rauchen mittlerweile vor die Tür?

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