Wie locker können Sie sein?

Schauspielerin Florence Kasumba im Interview ohne Worte über Wut, ihre Rolle als Tatort-Kommissarin und wie weit sie beim Spagat runterkommt.

Geboren 26. Oktober 1976 in Kampala, Uganda
Beruf Musicaldarstellerin und Schauspielerin
Ausbildung Gesang, Tanz und Schauspiel an der Fontys Hogeschool voor de Kunsten in Tilburg, Niederlande
Status Öffentlicher Dienst

Manchmal läuft es wie verkehrt herum: In den USA ist Florence Kasumba ein Star, weil sie in großen Hollywoodfilmen wie Black Panther und Wonder Woman gespielt hat. In Deutschland kann sie unerkannt über die Straße laufen, bisher trat sie nur in der Serie Deutschland 86 als afrikanische Widerstandskämpferin auf. Ab dem 3. Februar 2019 aber ist Kasumba die erste schwarze Kriminalkommissarin (Zeit wird’s) im Tatort, ein Kontrast zur kühlen, blonden Charlotte Lindholm, gespielt von Maria Furtwängler. Kasumba hat die meis­te Zeit ihres Lebens getanzt, nachmittagelang während der Schulzeit, dann Vollzeit an der Fontys Dance Academy in Tilburg, später – als Mezzosopran – in den legendären Musicals Die Schöne und das Biest, Der König der Löwen oder Cats in Hamburg. Als Göttinger Polizistin wird Kasumba übrigens Anaïs Schmitz heißen, Anaïs mit zwei Tüpfelchen auf dem i, also Betonung auf der letzten Silbe. Der Name macht kein Hehl daraus, dass er ihre Herkunft und ihr Deutschsein miteinander verbinden soll. Florence Kasumba verbrachte die ersten zwei Lebensjahre in Kampala, Uganda, und zog dann mit ihrer Familie nach Essen. Sie spricht bis heute Ruhrpott-Slang, kaum dass sie eine Woche dort ist. Sonst klingt sie eher hochdeutsch, das passt perfekt nach Niedersachsen.

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