Wie sieht ein aufregendes Wochenende bei Ihnen aus?

Die Musikerin Amy Macdonald im »Interview ohne Worte«: über den Brexit, ihre Leidenschaft für Autos und den entscheidenden Unterschied zwischen Pop und Britpop.

Amy Macdonald

Geboren 25. August 1987 in Bishopbriggs (Schottland)
Beruf
Sängerin und Musikerin
Ausbildung Abitur
Status Highlanderin

Sollte Amy Macdonalds Leben irgendwann verfilmt werden, könnte es Verrisse hageln: zu unrealistisch, zu aus­gedacht, zu märchenhaft – und doch war es genau so: Macdonald ist zwanzig, als sie Pete Doherty auf einer Bühne in Glasgow sieht und nicht mehr wegschauen kann. Sie ist so fasziniert, dass sie beschließt, Musikerin zu werden, sich eine Gitarre besorgt, in einem Pub auf die Bühne geht, losspielt, lossingt und kurz darauf so viele Platten verkauft hat, dass Pete Doherty nur davon träumen kann. Gut zehn Jahre ist das her, in denen sie mal eben mitgeholfen hat, Folkrock in Europa wieder heimisch werden zu lassen. Gelungen ist ihr das, weil ihre Lieder niemandem wehtun. Eingängige Melodien, alles fließt, nichts ruckelt, im Radio ist sie Stammgast, Jogi Löw bezeichnet sich als großen Fan. »Ich will, auch wenn sich das plump anhört, Musik für alle machen«, hat sie mal gesagt. Und auch wenn es sich tatsächlich plump anhört: Das gelingt ihr ziemlich gut. »Ich finde Vorurteile blöd – wir sollten alle viel netter zueinander sein«, hat sie auch mal gesagt. Bei so viel Harmlosigkeit ist man fast erleichtert, dass die Frau vier Autos hat: einen Audi, einen Range Rover und zwei Ferraris. Ihr aktuelles Album, mit dem sie im Frühjahr auf Tour geht, heißt Woman Of The World.

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