Wie wild waren Sie in den Sechzigern, Elmar Wepper und Ottfried Fischer?

Die Schauspieler Elmar Wepper und Ottfried Fischer im Interview ohne Worte über Freundschaft, Ruhm und ihre gemeinsamen Anfänge.


    Geboren:
    16. April 1944 in Ausgburg (Wepper); 7. November 1955 in Ornatsöd (Fischer)
    Beruf: Schauspieler
    Ausbildung: Germanistikstudium (Wepper); Abitur (Fischer)
    Status: Sepp & Sir

    Seit dreißig Jahren standen die beiden nicht mehr gemeinsam vor der Kamera. 1986 spielten Wepper und Fischer die Hauptrollen in Franz Xaver Bogners Serie Irgendwie und Sowieso, als »Sepp« und »Sir Quickly« wurden sie berühmt. Inzwischen kennt halb Europa Fischer als den Bullen von Tölz, Wepper hat Filmpreise gesammelt für seine Rolle in Doris Dörries Kirschblüten – Hanami, beide gehören zu Deutschlands beliebtesten Schauspielern. Fototermin im SZ-Gebäude: Fischer, dem man seine Parkinson-Erkrankung weit weniger anmerkt als in den vergangenen Jahren, erweist sich als kaum zu greifender Freigeist, der unablässig Grimassen schneidet und Pointen schleudert (»Am Flughafen in Leipzig werd i immer so begrüßt: ›Guggemol, der Ochse von Tölz!‹«), Wepper ist der väterliche Freund, der seinen Kollegen immer wieder freundlich in die richtige Richtung dreht (»Geh weida, Otti, auf drei schaust noch mal zur Kamera, ja?«). Zur Begrüßung umarmen die beiden einander innig, später tanzen sie, dann singen sie Kirchenlieder und erinnern sich voll Zuneigung an ihre Serienkollegen von damals, allen voran Robert Giggenbach, der den »Effendi« spielte. Als die beiden zwei Stunden später das Haus verlassen, möchte man auf der Stelle noch mal Irgendwie und Sowieso anschauen. Alle Folgen hintereinander.

    Fotos: Frank Bauer

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