Sagen Sie jetzt nichts, Alfons Schuhbeck

Der Koch und Gastwirt Alfons Schuhbeck über das Oktoberfest, Tim Mälzer und den Weihnachtsmann.



    ALFONS SCHUHBECK

    Geboren: 2. Mai 1949 in Traunstein
    Beruf: Koch, Gastwirt
    Ausbildung: Kochlehre, Hotelfachschule Bad Reichenhall
    Status: Der Hirsch am Platzl

    Die Geschichte trug sich im Sommer zu: Ein befreundeter amerikanischer Tourist, mit dem man das »Hofbräuhaus« besucht hatte, schlenderte übers Münchner Platzl in der Altstadt, schlenderte gemütlich an der Gaststätte »Schuhbecks Orlando«, an den Läden »Schuhbecks Gewürze«, »Schuhbecks Tee«, »Schuhbecks Eissalon« vorbei, blieb vor dem Geschäft »Schuhbecks Schokolade« plötzlich stehen und fragte: »Schuhbeck, ist das ein großer Konzern wie Siemens oder BMW?« Für den Amerikaner augenscheinlich eine plausible Frage, auch wenn ihn die Antwort kurz verstummen ließ: »Schuhbeck? Nein, das ist kein Konzern, das ist, äh, ein Koch.« – »Ein Koch?«, fragte der Amerikaner erstaunt und verlangte nach einer Erklärung. »Alfons Schuhbeck wurde zwar als ausgezeichneter Koch bekannt, heute aber betreibt er ein gutes Dutzend Restaurants und Geschäfte rund ums Platzl, eine Kochschule, einen Catering-Service, er hat seine eigene Kochsendung im bayerischen Fernsehen, veröffentlicht Kochbücher – er ist ein Ein-Mann-Unternehmen. Verstehst du?« Der Amerikaner nickte anerkennend: »Aha, eine Art bayerische Oprah Winfrey.« Tja, besser hätte man es selbst nicht sagen können.

    Fotos: Frank Bauer

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