Sagen Sie jetzt nichts, Polina Semionova

Ein Interview, in dem die Tänzerin nichts sagt und doch alles verrät.

Balletttänzer tragen immer diese eng anliegenden Hosen, die eine Menge erahnen lassen. Ganz ehrlich, finden Sie das sexy?

Zeigen Sie uns doch mal bitte Ihre tänzerische Lieblingsfigur.

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Und welche Pose mögen Sie gar nicht?

Sie sind sehr dünn. Wo kommt bei Ihnen die Kraft für die Sprünge her?

Aber trotzdem: Allein das Herz kann es doch auch nicht sein. Worauf kommt es noch an?

Als Tänzerin ist man immer auch Schauspielerin. Können Sie auf Knopfdruck eifersüchtig schauen?

Wir sind diskret und fragen Sie jetzt nicht, ob Sie schon mal einen Striptease getanzt haben, aber hätten Sie Talent dazu?

Name: Polina Semionova
Geboren: 13. September 1984 in Moskau
Beruf: Balletttänzerin, Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin
Ausbildung: Bolschoi Ballettschule Moskau
Status: Schwanenfee

Wie hübsch, würde man denken, träfe man Polina Semionova auf der Berliner Friedrichstraße. Männer würden sich nach ihr umdrehen, ein bisschen träumen, dann weitergehen, Frauen würden ihren aufrechten Gang bewundern, die gespannte Haltung, den langen Hals. Dass da gerade ein Star, ach, ein Weltstar an ihnen vorbeigegangen ist, wüssten die wenigsten: Polina Semionova entstammt einer Parallelwelt. Sie ist Prima Ballerina am Berliner Staatsballett, tanzt, seitdem sie drei Jahre alt war, verbraucht 120 Schuhe im Jahr, hat alle möglichen Preise abgeräumt, tritt in Tokio, Wien, London auf und klagt ständig, dass ihr die Füße wehtun. Als wir sie fragen, ob wir sie mal sehen dürfen, die Füße, sagt sie entschieden: »Nein!« Liebe Leserinnen: Aufatmen! Auch diese Frau hat eine Problemzone.

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