Riad El Fenn, Marrakesch

Einen magischen Ort hat Dominik Wichman bei seinem letzten Besuch in Marrakesch entdeckt: das Hotel Riad El Fenn. So schön, dass es ausnahmsweise zu unserer Kolumne zählen darf.

Im Winter verhält sich Marrakesch zu Europa wie Mallorca zu Deutschland: Scharen Sonnensuchender fliegen für ein verlängertes Wochenende nach Marokko, und die Selbstverständlichkeit dieser Exkursion rückt Marrakesch ein wenig näher an die kalte Heimat heran. Auch deshalb sei die Ausnahme erlaubt, in einer Kolumne namens »Hotel Europa« auf eine Herberge hinzuweisen, die streng genommen außerhalb des Kontinents liegt. Es geht um eine Unterkunft der Londoner Galeristin Vanessa Branson, zugleich Schwester des britischen Milliardärs und Unternehmers Richard Branson.

Das »Riad El Fenn« erstreckt sich über vier ineinander verschlungene Innenhöfe, bietet 21 Zimmern Platz, aber auch drei Pools, einer unglaublich schönen Bar, Kunstwerken von William Kentridge und Bridget Riley sowie einer bezaubernden Dachterrasse. Das »El Fenn« ist ein besonderer Ort: still und magisch, zurückgenommen glamourös. Oder wie soll man es nennen, wenn ein Mann von der Bar auf eine kleine Bühne tritt, eine Gitarre in die Hand nimmt und man erst viel später merkt, es war der Bassist Guy Pratt, der sonst für Pink Floyd, Roxy Music und Madonna spielt?

Riad El Fenn, Bab El Ksour, Medina, Marrakesch, www.riadelfenn.com, Tel. 00212/524/44 12 10, DZ ab 260 Euro.

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