Salat aus Bananenblüten

Tropisches Rendezvous: Banane und Fisch passen überraschend gut zusammen, wenn man beides in einem Salat kombiniert.

Viele Kinder beschäftigen sich irgendwann mehr oder weniger ernsthaft mit der Frage: Warum ist die Banane krumm? Ich kannte die richtige Antwort bis vor kurzem noch nicht, obwohl die Frage in der Sendung mit der Maus schon vor Jahren eindeutig beantwortet wurde. Bei der Zubereitung eines köstlichen Salates aus Bananenblüten meinte ich nun meine persönliche Antwort gefunden zu haben: Zwischen den einzelnen Blütenblättern liegt nämlich jeweils eine Schicht von etwas, das an dünne längliche Babybananen erinnert – wie gelernt habe, sind das die eigentlichen Blüten (im Video sind sie gut zu sehen). Aus jeder Blüten-Schicht wächst später eine sogenannte »Hand« mit »Bananen-Fingern«. Stücke davon, mit jeweils fünf oder sechs Bananen, finden wir später im Gemüseladen. Die ganze Bananenblüte wiegt etwa ein halbes Kilo, sie ist sehr fest, die Blätter sind alle zur Spitze hin gebogen: Die Bananen dazwischen müssen sich also der Biegung der Blütenblätter anpassen. Eine überzeugende Erklärung.

Während die Bananenblüte sich nun über mehrere Tage oder Wochen Blatt für Blatt öffnet und verblüht, bilden sich nach und nach die Bananen. Nur hängt die schwere Bananenblüte dummerweise nach unten. Und die Blütenblätter, wie wir eben entdeckt haben, sind zur Blütenspitze nach unten gekrümmt. Die Bananen aber ändern die Richtung und krümmen sich nach oben, zur Sonne, zum Licht. Schade um meine schöne, selbst erforschte Erklärung. Andererseits sollen sie doch wachsen, wohin sie wollen – Hauptsache Früchte und auch die Hüllblätter der Blütenknospe schmecken so wie sie sollen. Der Geschmack dieser leuchtend rotlila Blätter erinnert ein wenig an Artischocken und ein klein wenig Bananenduft ist auch mit dabei.

Für 4 Portionen

  • 1 Bananenblüte (Asienladen)
  • 125 ml Essig und 250 ml Wasser
  • 1 getrocknete Chillischote
  • 2 EL weißer Sesam
  • 2 TL Zucker
  • 2 EL Limettensaft
  • 4 EL Fischsauce
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 200 g geräuchertes Fischfilet z.B.: Makrele oder Forelle
  • 50 g Radieschensprossen
  • 1 Handvoll junger Mangoldsalat
  • 2 EL gesalzene Knabber-Erdnüsse
  • Öl zum Ausbacken der Bananenblüten
  • Salz

Die äußeren, zähen Blätter einer (kleinen) Bananenblüte entfernen. Die einzelnen Blätter ablösen, dazwischen liegen als kleine Streifen die zukünftigen Bananen – diese entfernen und entsorgen. Die Blätter quer in 2-3 mm breite Streifen schneiden. In eine Schüssel mit 1 l Wasser und 6 EL Essig geben, 30 Minuten ziehen lassen. Dann die Blüten abtropfen und mit Küchenpapier gut trocken tupfen.

Chilischote zerbröseln. Sesam in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten, den Zucker zugeben und kurz karamellisieren lassen, Chilibrösel unterrühren und vom Herd nehmen. Zusammen in eine Schüssel geben und mit Limettensaft, Fischsauce und Sonnenblumenöl verrühren.

Frühlingszwiebel waschen, Wurzeln und welke Blätter entfernen, die Zwiebel in feine Ringe schneiden. Fischfilet leicht zerzupfen. Sprossen und Mangold waschen und abtropfen lassen. Die Erdnüsse grob hacken. Bananenblüten gut abtropfen lassen, die Hälfte davon mit den vorbereiteten Zutaten und der Sauce mischen.

Einen breiten Topf mit etwa 500 ml Öl erhitzen, die restlichen Bananenblüten im heißen Öl knusprig backen, abtropfen und salzen. Über den Salat streuen.

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