Angela Merkel hat die Raute – was wird Ihre Kanzlergeste? 

Gesundheitsminister Jens Spahn im »Interview ohne Worte«: über Muslime, Körpergröße als Karrierefaktor und den besten Witz über Jens Spahn.

Geboren 16. Mai 1980 in Ahaus-Ottenstein
Beruf Politiker
Ausbildung
Duale Berufsausbildung zum Bankkaufmann, Studium der Politikwissenschaften
Status Picobello

Er ist 38 und sitzt seit 16 Jahren im Bundestag: Das ist Jens Spahn in einem Satz. Mit 22 zog er als jüngster direkt gewählter Abgeordneter der Geschichte ins Parlament ein, mittlerweile besetzt er drei Spitzenpositionen: Er ist Gesundheitsminister, CDU-Vorstandsmitglied und innerparteilicher Oppositionsführer gegen Angela Merkel. Spahn vereint, was zumindest in Deutschland oft noch als widersprüchlich gilt – schwul und konservativ zu sein zum Beispiel. Und er spürt sehr genau, mit welchen politischen Äußerungen er sich in den Vordergrund spielen kann, auch wenn sie nur wenige Menschen betreffen, wie das von Spahn immer wieder geforderte Burka-Verbot. Spahn nimmt mit, was er tragen kann, keilt in einer Woche gegen arabische »Muskelmachos«, in der nächsten gegen elitäre »Großstadt-Hipster«. Er war an einer Lobbyagentur für Pharmakunden und einer FinTech-Firma beteiligt, Branchen, für die er als CDU-Gesundheitsexperte oder Staatssekretär im Finanzministerium zuständig war. Es beweist sein politisches Talent, dass er trotzdem als Klartextredner, also quasi ehrliche Haut gilt. Neben Annegret Kramp-Karrenbauer ist er derzeit der wahrscheinlichste Merkel-Nachfolger. Spahn hat genug Vertrauen in sich, dass er mit diesem Karriereschritt kokettiert.

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