Sagen Sie jetzt nichts, Snoopy

Snoopy im Interview ohne Worte: über Hunde im Weltraum, seine Träume und das eigene Konterfei auf Unterhosen und Pyjamas.

    Geboren: 4. Oktober 1950
    Beruf: Haustier
    Ausbildung: Autodidakt – kann lesen, schreiben und ein Flugzeug fliegen
    Status: Hat einen Vogel

    Es gibt diesen alten Comicstrip, in dem der gutmütige Junge Charlie Brown plötzlich beschließt, dass der Hund ihm gefälligst endlich mal zu gehorchen habe. Charlie baut sich also vor Snoopy auf, schafft es erstaunlicherweise, seinem melancholischen Gesicht einen glaubhaft strengen Gesichtsausdruck zu verleihen, und sagt das liebste wie dümmste Wort aller Herrchen: »Sitz!« Und Snoopy? Verlässt kurz die Zeichnung, kommt im letzten Bild wieder und sitzt – im Fernsehsessel. Mit wenigen Strichen sagte der US-amerikanische Zeichner der Peanuts, Charles M. Schulz, viel über Kinder und Menschen und eben auch über das Verhältnis von Hund und Herr: dass der Herr die Leine hält und den ganzen Tag Befehle gibt, aber doch nur Diener seines Hundes ist, dem er das Essen bringt und die Häufchen wegträgt. Im neuen Kinofilm Die Peanuts (Kinostart am 23. Dezember) muss Snoopy dem hilflosen Charlie Brown zeigen, wie man das Herz einer Frau für sich gewinnt, und nebenbei seinen Erzfeind im Luftkampf besiegen. Es dürfte Fans der Comics verunsichern, dass der Film ohne die Mitarbeit von Charles M. Schulz entstand, der im Jahr 2000 starb, und in neumodischem 3-D läuft. Filmkritiker geben aber schon Entwarnung: Das sind nur Peanuts.

    Fotos: 20th Century Fox