Nicht nur ein Hundeparadies

Vom Hotel »The Grand« in Ahrenshoop blickt man auf 14 Kilometer feinste, weiße Sandkörner. Hier kann man sogar seine Hunde ausführen lassen – vom Gassi-Service.

Weil Landschaft und Licht in Ahrenshoop so schön sind, haben sich an dem Ort auch viele Künstler angesiedelt.

Foto: Oliver Schmidt

Ahrenshoop liegt auf der Halb­insel Fischland-Darß-Zingst, die sich an die Ostseeküste kuschelt. Von oben sieht die Halbinsel aus wie eine Kniescheibe, die auf einer Flüssigkeit schwimmt. Die Flüssigkeit heißt Bodden und ist ein flaches Salzgewässer. Westlich von Ahrenshoop heißt das Bundesland Mecklenburg, östlich Vorpommern: Die Grenze verläuft durch Ahrenshoop, auf dem »Grenzweg«.

Nahe diesem Weg steht das Hotel »The Grand«, das genau dem huldigt, worum es hier geht: dem unglaublich langen, weißen Sandstrand. Vom Frühstücksbuffet schaut man auf den Strand, in den Zimmern bauscht die leichte Strandbrise die Vorhänge. Vom Dachterrassen-Restaurant »Weitblick« aus spürt man erst die wahren Ausmaße: 14 Kilometer feinste, weiße Sandkörner. Schon immer hat dieser Wahnsinnsstrand die Touristen angezogen, das lernt man auf dem Weg zur Rezeption: An den Wänden Fotos, Post- und Speise­-karten aus drei Jahrhunderten – 1891 wurde das Hotel von einem Rostocker Schiffshändler errichtet, 1920 zum Kurhaus umgewandelt. Postkarten aus dem Deutschen Reich: Die Hotel­adresse lautete plötzlich Adolf-Hitler-Straße. Dann füllte das »Reisebüro der DDR« das Hotel, auf dessen Speisekarte ein »Paprikasteak Budapest« steht. 2010 wurde »The Grand« neu gebaut, mit riesigem SPA und Hunde-Gassi-Service.

Trotzdem ist und bleibt der Strand der Held: Man kann ihm stundenlang beim Schönsein zusehen, dem Seegras beim Biegen, den Wellen beim Brechen, und so geht das seit Jahrhunderten.

»The Grand«
Dorfstr. 45, 18347 Ostseebad Ahrenshoop, Tel. 038220/6 78-0
DZ ab 219 Euro.