Hotel "Tratterhof" – Gitschberg, Italien

In diesem Südtiroler Hotel am Gitschberg erwarten den Gast einige Überraschungen: ein ungewöhnliches Saunakonzept und Anti-Schnarch-Kissen.

Das in den Zimmern verbaute Zirbenholz wächst vor allem auf 1500 bis 1800 Höhenmetern.

Der Trend in Südtirol geht zur Erlebnis-Sauna. Hinter diesem Namen verbirgt sich am Samstagnachmittag in Meransen der Chippendales-Aufguss, bei dem Manuel, der Saunameister, das Handtuch wedelt und strippt. Nur Frauen sind zugelassen. Männer müssen sich mit dem Bier-, dem Bauern- oder dem Hard-Rock-Aufguss begnügen, der genau einen Highway to Hell lang dauert. Das Publikum klatscht dazu rhythmisch. Wer das alles für Schmarrn hält, geht in die zweite Sauna einen Stock tiefer, da herrscht traditionelle Ruhe.

Hier Bumsfallera, dort Stille: Nach dem gleichen Prinzip funktioniert das ganze Hotel. Denn im Winter ist der »Tratterhof« vor allem ein turbulentes Skihotel auf 1500 Metern Höhe, per Bus sind es fünf Minuten zur Seilbahn auf den Gitschberg, mit vergünstig­tem Skipass. Aber die umliegenden Almen und Wanderwege sind ruhig, und auf dem Zimmer, erst recht in einer Suite auf dem Dach, bekommt man vom Trubel nichts mit. Jedes Zimmer hat einen Balkon in Richtung Süden und bietet einen freien Blick auf die Berge vor Bozen. Die Wände sind aus Zirben- und Lärchenholz, die Betten aus Eiche, ein Kopfkissen aus Zirben-Hirse – soll Wunder wirken gegen das Schnarchen. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es den »Tratterhof«, ab 1982 war er eine Pension für Schulklassen, seit dem Umbau 2017 ist er jenes Skihotel – mit übrigens großartiger Südtiroler Küche. Die Freundin will noch mal hin: Sie hat den Chippendales-Aufguss verpasst.


Tratterhof
Via Großberg 6
I-39037 Rio di Pusteria – Maranza
Tel. 0039/0472/52 01 08
DZ ab 220 Euro inkl. Frühstück, Mittagssnack und fünf Gängen am Abend

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