Sagen Sie jetzt nichts, Kai Pflaume

Der Moderator im Interview ohne Worte über sein Schwiegersohn-Image, seine Kindheit in der DDR und worum er Stefan Raab beneidet. 

    Geboren 27. Mai 1967 in Halle
    Beruf Fernsehmoderator
    Ausbildung Informatikstudium (abgebrochen), Ausbildung zum Wertpapierhändler
    Status Beständige Aktie     

    Nur die Liebe zählt, Star Search, Der große Haustier-Test, Yes We Can Dance, Dalli Dalli, TV Total Turmspringen, Drei bei Kai, Deutschlands starke Frauen – das sind nur ein paar der Sendungen, die Kai Pflaume in den vergangenen gut zwanzig Jahren moderiert hat. Dass er sie alle skandalfrei über die Showbühne brachte, führt gelegentlich dazu, dass sich Leute über ihn lustig machen: Pflaume, der Durchschnittstyp, sagen sie dann, nicht schlagfertig genug, zu erwartbar, fast unzeitgemäß in seiner Beständigkeit. Und obwohl an der Kritik nicht alles falsch ist, muss mal gesagt werden: Es sind eine Menge öderer Typen nachgekommen, und man kann auch in der Schrillheit und Provokationslust erwartbar und langweilig und mittelmäßig sein. So sieht Kai Pflaume das auch: Er wolle nun mal keine Unterhaltung auf Kosten anderer machen und die Provokation nicht zum Stilmittel erheben. »Das dauernde ›Höher! Schneller! Weiter!‹ ist nichts für mich«, sagt er, »da unterhalte ich lieber traditionell die ganze Familie.« In all den Jahren hat er etwas von einem gemütlichen Feuerchen angenommen, das vor sich hin knistert und beruhigt und tröstet. Im Moment moderiert er sieben verschiedene Formate, zuletzt kamen Wo bist du? in der ARD und Wer bietet mehr? im NDR hinzu.

    Fotos: Maximilian Geuter

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