Sagen Sie jetzt nichts, Sophie Rois

Ein Interview, in dem die Schauspielerin nichts sagt und doch alles verrät: über Feminismus, Eheversprechen und James Bond.

    Name: Sophie Rois
    Geboren
    : 1. Juni 1961 in Ottensheim, Oberösterreich
    Beruf
    : Schauspielerin
    Ausbildung
    : Max Reinhardt Seminar in Wien
    Status
    : Karriereschub mit 49

    Keine deutschsprachige Schauspielerin wurde in den vergangenen beiden Jahren öfter für Theater- und Filmrollen ausgezeichnet als Sophie Rois: 2009 erhielt sie den Deutschen Filmpreis als beste Nebendarstellerin im Spielfilm Der Architekt, 2010 den Deutschen Theaterpreis »Der Faust« für ihre Darstellung in René Polleschs Inszenierung Mädchen in Uniform, im Januar nahm sie den Bayerischen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin in Tom Tykwers Beziehungsfilm Drei entgegen und im April ist sie für die gleiche Rolle wieder für den Deutschen Filmpreis nominiert.

    Tykwer sagt: »Ich hätte den Film nicht gemacht, wenn sie nicht zugesagt hätte.« Der Regisseur kniet nieder vor seiner Schauspielerin. Aber wer Rois erlebt, kann Tykwer verstehen. Zum Interview im Roten Salon der Berliner Volksbühne erscheint sie im engen Rock, den sie aus Gründen der »Beweglichkeit« mitten im Fotoshooting und ohne Vorwarnung auszieht. Im Salon tummeln sich in diesem Moment viele fremde Leute. Ein paar schauen irritiert, einige schmunzeln, andere wenden den Blick ab. Sophie Rois aber hat schon die nächste Pose eingenommen. Die Menschen um sich herum scheint sie gar nicht wahrzunehmen.

    Fotos: Tibor Bozi

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