»In der Schweiz haben Katzenleitern ganz andere Ausmaße«

Neue Leiterkultur: Als die Fotografin Brigitte Schuster in die Schweiz kam, bemerkte sie die kreative Architektur vieler Katzenleitern. Die schönsten von Wendeltreppe bis Zick-Zack-Stiege hat sie dokumentiert.

Name: Brigitte Schuster
Geboren: 1976  in Bayern
Wohnort: Bern
Ausbildung: Grafikdesignerin an der Berufsfachschule in München und mehrere Fotografiekurse an der Concordia Universität in Montreal in Kanada
Website: Brigitte Schuster

SZ-Magazin: Frau Schuster, haben Sie selbst Katzen?
Brigitte Schuster: Leider nicht. Wir wohnen im zweiten Stock und unser Vermieter möchte keine Katzenleitern.

Hat Sie die Sehnsucht nach einem Haustier auf die Idee gebracht, Katzenleitern zu fotografieren?
Nicht direkt. Ich bin vor fünf Jahren nach Bern gezogen und durch die Stadt spaziert. Dabei sind mir verschiedenste Katzenleitern aufgefallen und ich habe angefangen, sie zu fotografieren. Das wurden dann immer mehr und ich habe beschlossen, die Bilder in Form eines Buches zu teilen.

Gibt es in der Schweiz besonders viele Katzenleitern?
Ich finde schon. Ich habe auch in Deutschland ab und zu welche gesehen, aber hier in der Schweiz, besonders in Bern haben die Katzenleitern ganz andere Ausmaße und sind viel kreativer.

Gibt es so etwas wie eine Katzenleiterarchitektur?
Man könnte sagen, die Katzenleiter ist in sich selbst ein architektonisches Objekt. Was ich noch nicht gesehen habe, ist eine Katzenleiter, die in ein Gebäude integriert ist. Das wäre doch spannend. Bis jetzt sind die Leitern an das Gebäude angebaut und werden ein Teil davon mit eigener Ästhetik.

Haben Sie eine Lieblingskatzenleiter?
Ich mag Katzenleitern, die einfach sind. Wenn zum Beispiel ein Brett mit Sprossen einen Baum mit einem Balkon verbindet. Das ist eine Mischung aus einem natürlichen Aufstieg und einer kleinen Hilfe vom Menschen.

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