Das Model, das aus dem Computer stammt

Die Frau heißt Shudu, ist wunderschön und hat auf Instagram mehr als 76.000 Follower. Erst bei näherem Hinsehen merkt man: Sie ist kein echter Mensch. Der Fotograf Cameron James Wilson erzählt, wie und warum er »das erste digitale Supermodel« erschaffen hat.

»Ich möchte die Schwangerschaft in ein anderes Licht rücken«

Babybäuche sind ein beliebtes Fotomotiv, werden für Kerstin Rothkopfs Geschmack aber oft zu kitschig inszeniert. Deshalb suchte die Fotografin nach einem neuen Bild der Schwangerschaft – ästhetisch und sexy.

David an der Tankstelle, Jesus am Straßenrand

Statuen stehen in Italien nicht nur in Museen, sondern auch in Vorgärten und auf Parkplätzen. Der Fotograf Stefan Giftthaler ist für seine Reportage der Frage nachgegangen, warum der Verweis auf die Antike den Italienern so wichtig ist.

Eiffelturm mal zwei

Die chinesische Stadt Tianducheng sieht genauso aus wie Paris. Der französische Fotograf Francois Prost ist hingefahren und hat Original und Kopie verglichen – mit verblüffendem Ergebnis.

»Der Spaß an Olympia verging mir ein bisschen«

Athen, Peking, Sarajevo: Der Fotograf Bruno Helbling hat alte Olympiastätten besucht – und dabei festgestellt, dass die olympische Idee mancherorts in Trümmern liegt.

»Es wirkt wie eine Stadt für Blinde«

Im lettischen Riga leben rund 200 Sehbehinderte und Blinde in einer Siedlung zusammen. Der Fotograf Hieronymus Ahrens hat dort viel über Achtsamkeit gelernt - und eine Sportart namens »Showdown«.

»Übersteigertem Nationalismus bin ich immer wieder begegnet«

Kein schöner Land: Der niederländische Fotograf Otto Snoek hat nationale Feiertage und Großereignisse in ganz Europa begleitet. Dabei hat er herausgefunden, wie schlecht es um den Kontinent wirklich steht.

»Alkohol spielt im deutschen Brauchtum eine wichtige Rolle«

Saufen, schießen und toten Gänsen die Köpfe abreißen: Der Fotograf Moritz Reich hat alte Bräuche in ganz Deutschland dokumentiert. Er stieß dabei auf viel Herzlichkeit, aber auch auf Misstrauen. Und auf jede Menge Bier.

Von drauß' vom Walde komm ich her

Die Fotografin Lorraine Hellwig hat vier Aussteiger begleitet, die sich in der Schweiz im Wald verstecken und dort ein denkbar einfaches Leben führen. Gefunden hat sie die Vier allerdings auf ungewöhnliche Weise.

»Der moderne Jesus benutzt Youtube, Facebook und Twitter«

Was für Menschen behaupten von sich, der neue Messias zu sein? Der Fotograf Jonas Bendiksen hat für sein Buch »The Last Testament« drei Jahre sieben Männer begleitet, die den Jesus-Titel für sich beanspruchen.

»Keine der beiden Seiten versucht eine Brücke zu schlagen«

Der Bialowieza-Wald in Polen gilt als letzter europäischer Tiefland-Urwald. Trotz des Abholzungsverbotes der EU, weigert sich die polnische Regierung die massiven Rodungen einzustellen. Den Kampf um die Unesco-Weltnaturerbstätte hat der Fotograf Piotr Pietrus dokumentiert.

»Unser Umgang mit dem Tod wäre für die Toraja genauso schockierend«

Das indonesische Volk der Toraja ehrt seine Toten, indem es sie neu ankleidet und am Alltagsleben teilnehmen lässt. Der Fotograf Claudio Sieber hat diesen ungewöhnlichen Ahnenkult dokumentiert.

»Wer aussieht wie ein Mann, bekommt Punktabzug«

Warum schminken sich Bodybuilderinnen so stark? Warum wird dieser Sport so oft zur Sucht? Die Fotografin Miriam Klingl hat Sportlerin Réka begleitet – und Antworten gefunden.

»In Wahllokalen sieht man, was typisch Deutsch ist«

Mülleimer als Wahlurnen, schummriges Kneipenlicht hinter den Kabinen: Die Fotografen Ansgar Dlugos und Manuel Kaufmann haben die Skurrilität von Wahllokalen in Bildern festgehalten.

»Die Puppen sind eine Möglichkeit, angstfrei lieben zu können«

Wie fühlt es sich an zu lieben, ohne Liebe zurückzubekommen? Die Fotografin Julia Steinigeweg hat mit Frauen und Männern gesprochen, die mit menschenähnlichen Puppen zusammenleben.

»Es könnten auch Privathäuser sein«

Was unterscheidet Prostitution auf dem Land von der in der Stadt? Das wollte die Fotografin Kathrin Tschirner wissen und hat Landbordelle in Brandenburg und NRW fotografiert. Warum ihr dabei sonniges Wetter wichtig war, verrät sie im Interview.

»Die Prozeduren haben fast etwas Entwürdigendes«

Hobeln, bleachen, zupfen: Selbst harmlose Schönheitseingriffe sehen oft brutal aus. Der Fotograf Franz Becker hat die Arbeit in Beautysalons dokumentiert und ist dabei auch der Frage nachgegangen, wo für die Kunden die Grenze ist.

Käfighaltung

Der Fotograf Arko Datto sammelt Aufnahmen von Webcams aus Zoos. Seine Bilder sind zugleich schrecklich und rührend. Ein Gespräch über den Sinn von Tierhaltung und die Frage, ob Artenschutz sie rechtfertigt.

Ein neues Bild der Liebe

Die Art, wie Liebe in den sozialen Medien inszeniert wird, hält die Fotografin Eva-Marlene Etzel für verlogen. Für ein Foto-Essay suchte sie nach neuen Wegen, dieses Gefühl darzustellen – und ließ sich von einem grausigen Eifersuchtsdrama inspirieren.

»Ich bin sicher: Gras wird der neue Alkohol«

In etlichen US-Staaten ist inzwischen Marihuana legal, es herrscht Goldgräberstimmung. Die Fotografin Jennifer Osborne hat die Oaksterdam University in Kalifornien besucht, wo die Studenten alles über Marihuana lernen – vom Anbau bis zum Vertrieb.

»Ich will den Leuten sagen: Haltet inne und schaut euch um«

Die Idee ist denkbar simpel: Claudio Galamini fotografiert die Schilder von U-Bahnhöfen. Aber viele Fans können sich kaum sattsehen an seinen Bildern.

Karneval brutal

Im italienischen Bergdorf Schignano ist der Karneval noch ein dunkles Ritual voller Geheimnisse. Der Fotograf Mattia Vacca war der erste Fremde, der die archaische Tradition dokumentieren durfte. 

Land der Bastarde

Bastarde, das klingt erstmal abwertend. Die »Baster«, eine Volksgruppe in Namibia, nennen sich allerdings selbst so. Die Fotografin Julia Runge hat die wilhelminischen Wurzeln der Baster und ihre Haltung zur deutschen Kolonial-Vergangenheit untersucht.

»Wenn die eigene Tochter spielt, denken viele Eltern um«

Frauenfußball in Palästina wächst – und ist für die Sportlerinnen mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Die Fotografin Anthea Schaap hat miterlebt, wie die Frauen abseits des Platzes gegen Vorurteile, patriarchalische Strukturen und Straßenblockaden auf dem Weg zum Training kämpfen.

Braunau in Georgien

Auf bis zu 20 Millionen Todesopfer wird die grauenvolle Bilanz des Stalinismus geschätzt. In seinem georgischen Geburtsort wird Stalin aber noch immer Menschen verehrt, seine Büsten geküsst, sein Ebenbild auf Tassen gedruckt. Der Fotograf Sebastian Hopp war für eine Reportage vor Ort.

Leichter als Luft

Novy Urengoy wurde am Reißbrett für die Arbeiter der Erdgas-Firmen entworfen. Der Sommer dauert dort gerade einmal 35 Tage. Den Rest des Jahres versinkt die Stadt in tiefem Schnee. Yanina Shevchenko hat das Leben dort dokumentiert.

»Ich wurde ausgelacht, weil ich Reis aß«

Der Fotograf AnRong Xu erklärt, warum Nicht-Weiße es gerade schwer haben in Amerika – und warum viele ältere US-Chinesen dennoch für Trump gestimmt haben.

Leben im Sperrgebiet

Vor 30 Jahren explodierte Reaktor 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl. Der Fotograf Pierpaolo Mittica reist seit 15 Jahren immer wieder dorthin, um das Leben der Menschen in der Sperrzone zu dokumentieren.

Tagsüber Lehrer, abends Ork

Live-Rollenspieler treffen sich im Wald oder auf leerstehendem Militärgelände – und spielen dort Ritter aus dem Mittelalter oder Mutanten aus der Zukunft. Der Fotograf Boris Leist hat sie porträtiert.

Zwischen Himmel und Beton

Mythos »Mainhattan«: Der Fotograf Sebastian Gabriel findet, Frankfurt und New York haben mehr gemeinsam als nur Wolkenkratzer. Das zeigen auch seine Bilder – auf sehr intime Art und zugleich mit einer gewissen Distanz.