I - Imkerhonig

Wir sind Weltmeister im Honigschlecken. Jedes Jahr isst jeder Deutsche 1400 Gramm Honig, zusammen ein Zehntel der Welternte. Ein Titel, über den wir uns wahrlich freuen dürfen. Honig ist so gesund, dass wir uns die golden gefüllten Gläschen eigentlich in der Apotheke holen müssten. Imkerhonig sagen wir, um die Leistung unserer rund 90 000 Hobby- und Nebenerwerbsimker zu loben: Sie produzieren fast den gesamten deutschen Honig. Wie der entsteht? Bienen sammeln Nektar aus Blüten oder Honigtau, also die süßen Sekrete von Pflanzensaugern – Blattlauskacke. Beides versetzen die Sammlerinnen schon während des Fluges in ihrem Honigmagen mit Enzymen, die große Zuckermoleküle in kleine Frucht- und Traubenzuckermoleküle zerlegen. Zurück im Stock wandert der süße Saft von Biene zu Biene, also von Magen zu Magen, und wird dabei jedes Mal mit neuen Enzymen angereichert. Die letzte Biene lässt den halbfertigen Honigtropfen an ihrem Rüssel trocknen und füllt ihn dann in eine Wabe, wo der Honig weiter trocknet und fermentiert. Nach drei Tagen ist der Wassergehalt auf knapp 20 Prozent gesunken, der Honig ist fertig und wird mit einem Wachsdeckel verschlossen. Ein Teil der Blütenduftstoffe oder harzigen Tannenaromen übersteht die Prozedur und gibt dem Honig seinen Geschmack. Neben Zucker und Wasser enthält Honig eine Vielzahl von Mineralstoffen, Enzymen und Aromastoffen. Er wirkt antibakteriell, hilft bei der Wundheilung und stärkt die Abwehrkräfte.Sogar die Verunreinigungen im Honig durch Bienenspucke und Blütenstaub stärken wahrscheinlich unser Immunsystem, indem sie es trainieren und so vor Überreaktionen – Allergien – bewahren. Allerdings gibt es auch die gegensätzliche Meinung, dass Pollenspuren im Honig Allergien bei Kleinkindern auslösen könnten. Zur Allergievorbeugung mit Honig wäre es am günstigsten, Honig zu verwenden, den Bienen in der Nähe Ihres Wohnorts sammeln – der also auch die für Ihre Gegend typischen Pollen enthält. Für Honig aus der Region sprechen noch andere Gründe: Nur bei »Echtem Deutschen Honig« nach den Richtlinien des deutschen Imkerbundes und bei Bio-Honig können Sie sicher sein, dass Ihr Honig bei Bienenstocktemperatur, 37 Grad, geschleudert wird. Konventionelle Import-honige werden zur Verflüssigung erhitzt, wertvolle Inhaltsstoffe gehen kaputt. Am besten wäre es, wenn Sie den Standort Ihres Imkers kennen, im Umkreis von vier bis fünf Kilometern sollten weder Autobahnkreuze noch Atommülldeponien liegen. KOKOSREIS MIT HONIGMANGO1 reife Mango schälen, das Fruchtfleisch in 2 cm große Würfel schneiden, mit 3 EL Honig, den Blättchen von 2–3 Zweigen Zitronenthymian und 1 EL Aperol marinieren. 200 g Rundkornreis in Salzwasser 10 Minuten kochen, abgießen. 100 ml Wasser, 400 ml Kokosmilch, 1 Beutel Vanillezucker und 1 Zimtstange mit dem Reis aufkochen, bei schwacher Hitze 12 Minuten fertig garen. Immer wieder umrühren, mit den Früchten servieren.

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