Sagen Sie jetzt nichts, Dani Levy

Ein Interview, bei dem der Regisseur und Drehbuchautor nichts sagt, und doch alles verrät: über Neurosen, seine Zirkuskarriere und Woody Allen.


    Name: Dani Levy Geboren: 17. November 1957 in Basel Beruf: Regisseur, Drehbuchautor Ausbildung: Akrobat im Zirkus Basilisk Status: Wie der liebe Gott ihn schuf

    Das »The Charles Hotel« in München, ein Samstagmittag im August: Im Konferenzraum bereitet unser Fotograf das Interview mit dem Regisseur Dani Levy vor. Levy, jüdischer Filmemacher, Hypochonder und Familienvater, lässt sich entschuldigen, »er ist noch in der Sauna«, sagt die hübsche Frau, die bei Levys neuen Film Das Leben ist zu lang die Pressearbeit macht. Der Film handelt von einem jüdischen Filmemacher, Hypochonder und Familienvater, der in eine Sinnkrise gerät. Schnitt.

    Ein paar Minuten später, Fotolampen und Reflektionsschirme sind bereits aufgebaut, erscheint Levy im Bademantel. Er habe seinen Zimmerschlüssel verlegt, sagt er, ob er das Interview einfach nackt führen könne? Die PR-Frau lächelt leicht irritiert. Aber wir haben keine Einwände. Wann bekommt man schon einen Regisseur nackt zu sehen, noch dazu einen der einfühlsamsten und humorvollsten Deutschlands (Alles auf Zucker!)? Dani Levy zieht den Bademantel aus und es scheint, als wäre er sich für ein paar Sekunden gar nicht mehr sicher, ob diese Idee wirklich so gut war. Zu spät. Der Film Das Leben ist zu lang ist seit gestern in den Kinos.

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    Fotos: Frank Bauer