Maries sizilianische Aubergine

Aubergine, vermengt mit sizilianischen Zutaten und verborgen in Castelfranco-Salatblättern - kostbare Dinge versteckt man, bei köstlichen tut man es jetzt auch.

Auberginen mag ich nur, wenn sie siedend heiß gegart werden. Die Japaner kochen sie mit Misopaste, bevor sie frittiert wird, bei den Chinesen wird sie erst frittiert und dann in einer ragoutartigen Tofu-Hackfleischsauce ersäuft. Auch die sizilianische Caponata sieht auf dem Teller so aus, als wäre ein Tier überfahren worden. Das Rezept meiner Frau präsentiert die Aubergine etwas schöner, denn sie versteckt sie hinter dem wunderbaren Castelfranco-Salat. Der Geschmack bringt die Wärme Siziliens und die Aromen Asiens zusammen, dazu einen vollmundigen Roten von der famosen Tenuta Delle Terre Nere, und man meint, dem dampfenden Ätna nahe zu sein.

Maries sizilianische Aubergine (4 Personen)

1 kg Auberginen, in 1 x 1 cm große Würfel geschnitten, in heißem Fett gebacken
150 g Pinienkerne
200 g Rosinen, am Vortag in kochendem Traubensaft eingelegt
40 g Koriandergrün, fein geschnitten
60 g Basilikum, fein geschnitten
0,1 l Olivenöl extra vergine, sehr kräftig
8 cl alter, süßer Balsamico
Zeste von 2 Orangen, fein gerieben
6 Kirschtomaten, reif, gemixt
feines Meersalz, schwarzer Pfeffer & thailändische Fischsauce zum Abschmecken
1 Kopf Castelfranco-Salat
1 Bund Schnittlauch

Alle Zutaten bis auf den Castelfranco-Salat und den Schnittlauch vermengen, mit schwarzem Pfeffer und Fischsauce abschmecken, eventuell etwas salzen. Vorsichtig die Salatblätter vom Strunk trennen, waschen. Auberginenmasse in die Blätter füllen, diese zusammenklappen und mit dem Schnittlauch zubinden. Schnittlauchstängel dafür einzeln kurz durch heißes Wasser ziehen, damit sie sich besser verknoten lassen.

Meistgelesen diese Woche:

Tim Raue kocht in seinen Berliner Restaurants »Tim Raue«, »Sra Bua« im »Hotel Adlon« und »La Soupe Populaire«. Er schreibt neben Maria Luisa Scolastra,Anna Schwarzmann und Christian Jürgens für unser Kochquartett.

Foodfoto: Reinhard Hunger; Styling: Volker Hobl

Artikel teilen: