Schweinerei

In manchen deutschen Kirchen hängen immer noch »Judensäue« – mittelalterliche Schmähfiguren gegen Juden. Was soll mit ihnen geschehen?

Abendmahl beim Atheisten

Darf man Freunde bei der Firmungsfeier ihres Sohnes finanziell unterstützen, wenn man die Kirche ablehnt?

Eine himmlische Tochter

Ihre Eltern waren Theaterleute. Sie wunderten sich schon, als Constanze la Dous Astrophysikerin wurde. Doch ihr nächster Schritt machte sie vollends ratlos.

»Ich versuche, die beiden Realitäten zusammenzuschweißen«

Der engste Vertraute des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI, Georg Gänswein, ist heute auch der Sekretär von Papst Franziskus. Ein Gespräch mit dem Mann, der das Innerste des Vatikans so gut kennt wie kein anderer.

Im Anfang war das Wort

Vor hundert Jahren hat Papst Pius X. den Gläubigen verordnet, einmal in der Woche zu beichten. Der britische Historiker John Cornwell glaubt, dass viele Probleme der heutigen katholischen Kirche erst dadurch entstanden sind.

Lampedusa auf St. Pauli

Seit einigen Monaten leben einige Dutzend afrikanische Flüchtlinge in der Hamburger St. Pauli Kirche. Die Fotografin Maria Feck dokumentiert ihren Alltag.

Jenseits von Afrika

Jedes Jahr holt die katholische Kirche Hunderte Priester aus aller Welt, die in deutschen Kirchen aushelfen. Francis Ssengendo aus Uganda ist das erste Mal dabei. Eine Situation, die viele erst mal ein bisschen überfordert - auch ihn selbst.

Mauern ohne Ende

Im Kloster Ettal wurden über Jahrzehnte Schüler misshandelt, missbraucht, gequält. Vor vier Monaten kündigten die Mönche an, alle Fälle aufzuklären, doch die Wahrheit sieht anders aus.

Genau der richtige Papst

Benedikt XVI. ist uneitel, souverän, unbestechlich - und völlig unzeitgemäß. Also ideal für die Gesellschaft, wie sie heute ist. Ein Porträt.

Der planlose Papst

Das Unternehmen Kirche steht in der Kritik wie selten zuvor. Der Vorstandsvorsitzende Benedikt XVI. erweist sich dabei als mäßig überzeugender Krisenmanager. Ein Porträt.

Heile, heile Segen?

Turbokapitalismus, Totalökonomisierung - die Kirche müsste die Institution sein, die dem Wahnsinn der Gegenwart Werte entgegensetzt. Warum zum Teufel schafft sie das nicht? Eine Brandrede.

Der einsame Papst

Dieser Mann ist gebildet und klug wie niemand sonst in der Kirche. Sein Drama: Das Amt treibt ihn in die intellektuelle Isolation. Ein Porträt.

Der versteinerte Papst

Wie viel Gefühl erlaubt die Kirche ihm? Der oberste Hirte hat Schwierigkeiten, die Menschen zu erreichen - weil auch sein Lächeln nie seine Augen erreicht. Ein Porträt.

Sagen Sie jetzt nichts, Manuel Peters

Ein Interview, in dem Diakon Manuel Peters nichts sagt und doch alles verrät: über Ex-Freundinnen, große Entbehrungen und den Papstgruß.

"Es wäre eine Katastrophe, wenn die Kirche ihre Grundsätze über Bord werfen würde"

Der Schriftsteller Martin Mosebach ist Katholik und findet: Religion muss den Menschen überfordern, sonst wird sie banal.

Die Gewissensfrage

»Heute bekam ich eine Einladung für ein Bewerbungsverfahren an einer Fachhochschule in Bayern. Dort soll ich einen Berufungsvortrag halten. Man bat mich zum Termin den beiliegenden Fragebogen ausgefüllt mitzubringen. Darin finde ich ulkige Fragen wie ›Sind oder waren Sie Mitglied einer extremistischen Organisation?‹ Schon klar, dass ich ›Nein‹ ankreuzen sollte, wenn ich nicht meine Chancen auf eine Berufung schmälern möchte. Es ist nun aber so, dass ich bis 1994 Mitglied in der katholischen Kirche war. Wäre es unehrlich, der Berufungskommission dies zu verschweigen?« Susanne B., Hamburg