Wasabi Prawns

Die chinesische Küche ist eher traditionell. Wasabi Prawns allerdings, die moderne Verbindung aus saftigen Garnelen und der Schärfe von japanischem Wasabi, haben es in Chinatowns überall auf der Welt geschafft.

In der chinesischen Küche kommt es nicht oft vor, dass neue Gerichte entstehen. Hunderte Jahre alte Rezepte werden höchstens aromatisch etwas modifiziert - anstatt zehn Gramm Ingwer mal 15. Eine Ausnahme: Wasabi Prawns, ein Gericht, das einen Siegeszug durch alle Chinatowns der Welt angetreten hat und auch deswegen so bemerkenswert ist, weil es eine typisch japanische Zutat integriert, den Wasabi, der in der chinesischen Küche nicht heimisch ist. Zur saftigen Garnele, der knusprigen Textur, der cremigen Mayonnaise und der Schärfe des Wasabi passt eine Riesling-Spätlese vom Weingut Robert Weil.

Wasabi Prawns (Für 4 Personen)

24 Garnelen ohne Darm
200 g Maisstärke
Salz, Fleur de Sel

Wasabi-Mayonnaise

2 EL Wasabi-Paste, z.B. über
www.nishikidori-market.com/
1 Eigelb
120 ml Sonnenblumenöl

Garnitur
4 EL Korianderstiele, fein geschnitten
4 EL Mango, in feine Würfel geschnitten

Das Eigelb mit dem Wasabi verrühren, das Sonnenblumenöl langsam einrühren, bis eine Mayonnaise-artige Konsistenz entsteht. Die Mayonnaise in einen Spritzbeutel füllen und kalt stellen.
Garnelen etwas salzen. Die Maisstärke in eine Schüssel geben, die Garnelen darin panieren und mit der restlichen Stärke bedecken. Im Kühlschrank 4 Stunden kalt stellen. Im Anschluss in der Friteuse bei 175 Grad knusprig garen. Mit Küchenpapier abtupfen. In eine Schüssel geben und schwenken, dabei die Wasabi-Mayonnaise dazugeben und die Garnelen damit glasieren. Mit einer Prise Fleur de Sel würzen. Korianderstiele und Mangowürfel mischen, mit den Garnelen servieren.

Tim Raue kocht in seinen Berliner Restaurants »Tim Raue« und »Sra Bua«. Er schreibt neben Maria Luisa Scolastra, Anna Schwarzmann, und Christian Jürgens für unser Kochquartett. Nächste Woche: Maibowle von Anna Schwarzmann.

Foodfoto: Reinhard Hunger; Styling: Volker Hobl; Porträt: Frank Bauer